08.09.2026
Sichtbarkeit
Produkte und Preise im Google-Profil richtig zeigen
Das Produktfeld im Google-Unternehmensprofil bleibt fast überall leer. Wie Sie Artikel und Preise eintragen, was dabei rechtlich gilt und was es bringt.

Öffnen Sie Ihr eigenes Google-Profil einmal auf dem Handy, so wie ein Kunde es sieht. Bei den meisten Betrieben gibt es dort einen Bereich, hinter dem nichts steht: Produkte. Google hält das Feld bereit, es kostet nichts, und trotzdem ist es bei fast jedem lokalen Betrieb leer.
Das ist deshalb ärgerlich, weil genau dort die Frage beantwortet würde, die vor jedem Anruf steht: Machen die das überhaupt, was ich brauche, und was kostet es ungefähr? Wer darauf keine Antwort findet, ruft nicht an, sondern scrollt zum nächsten Eintrag.
Ein einzelner Eintrag ist in etwa fünf Minuten angelegt. Zehn Einträge sind eine knappe Stunde Arbeit, einmalig, und danach steht Ihr Angebot dort, wo die Leute tatsächlich hinsehen.
Stand: September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Das Produktfeld im Google-Unternehmensprofil zeigt Bild, Name, Preis und eine kurze Beschreibung, verlinkt auf Ihre Website.
Dienstleister tragen ihr Angebot meist unter Leistungen ein, Betriebe mit Warenverkauf unter Produkte, viele Profile haben beides.
Sie dürfen mit Preisspannen und Ab-Preisen arbeiten, müssen aber gegenüber Verbrauchern den Endpreis inklusive Umsatzsteuer nennen.
Google prüft die Einträge gegen seine Richtlinien: bestimmte Warengruppen sind verboten, Kontaktdaten in der Beschreibung ebenfalls.
Die Einträge müssen gepflegt werden, ein falscher Preis im Profil ärgert mehr Kunden als ein fehlender.
Was hinter dem Produktfeld steckt
Das Google-Unternehmensprofil ist der Kasten, der rechts neben den Suchergebnissen und in Google Maps erscheint. Neben Adresse, Zeiten und Bewertungen kann er auch Ihr Angebot enthalten. Jeder Eintrag ist eine kleine Karte: ein Bild, ein Name, ein Preis oder eine Preisspanne, ein paar Sätze Beschreibung und eine Schaltfläche, die auf eine Seite Ihrer Website führt.
Auf dem Handy bekommen diese Karten einen eigenen Bereich im Profil, den man antippt und durchblättert. Am Rechner erscheinen sie unterhalb der Grunddaten. Wie prominent Google sie ausspielt, hängt von der Kategorie des Betriebs und vom Gerät ab. Sicher ist nur: Was nicht eingetragen ist, kann auch nicht erscheinen.
Praxistipp: Prüfen Sie das Profil einmal im ausgeloggten Zustand auf dem Handy, nicht im Bearbeitungsmodus am Rechner. Nur so sehen Sie die Reihenfolge, die Ihre Kunden sehen.
Produkte oder Leistungen: was zu Ihrem Betrieb passt
Google unterscheidet zwei Felder, die sich sehr ähnlich anfühlen. Unter Produkte gehören Dinge, die man kauft und mitnimmt. Unter Leistungen gehört Arbeit, die jemand für den Kunden erbringt. Welche Felder Ihr Profil anbietet, richtet sich nach der Hauptkategorie. Ein Betrieb mit Laden und Werkstatt hat oft beides, ein reiner Dienstleister meist nur die Leistungen.
Die Unterscheidung ist keine Formsache. Wer seine Leistungen ins Produktfeld presst, weil ihm das Feld besser gefällt, bekommt Karten, die zwischen echten Artikeln merkwürdig wirken. Umgekehrt gilt dasselbe.
Betriebsart | Passendes Feld | Beispiel für einen Eintrag |
Handwerk, Praxis, Kanzlei | Leistungen | Heizungswartung, Erstberatung, Bleaching |
Laden mit Warenverkauf | Produkte | Einzelne Artikel oder Warengruppen |
Gastronomie | Produkte, teils eigene Speisekarte | Mittagsgericht, Kuchen, Catering |
Werkstatt mit Zubehörverkauf | Beides | Inspektion als Leistung, Reifen als Produkt |

Warum das leere Feld Anfragen kostet
Die meisten Menschen entscheiden im Profil, nicht auf Ihrer Website. Sie sehen Bewertungen, Entfernung und Öffnungszeiten und wählen dann aus zwei oder drei Betrieben aus. Alles, was diese Auswahl erleichtert, arbeitet für Sie.
Der Kunde sieht sofort, ob Sie die gesuchte Sache überhaupt anbieten.
Eine Preisspanne sortiert die Anfragen vor, die ohnehin nicht zu Ihnen passen.
Jede Karte kann auf eine passende Unterseite verlinken, statt auf die Startseite.
Die Begriffe, die Sie dort verwenden, tauchen im Profil auf und beschreiben Ihr Angebot in Ihren Worten.
Rechnen Sie nicht mit einem Sprung in der Platzierung. Der Nutzen liegt woanders: Es rufen weniger Leute an, die Sie ohnehin nicht buchen wollten, und mehr Leute, die wissen, worauf sie sich einlassen.
So legen Sie den ersten Eintrag an
Bearbeitet wird das Profil heute direkt aus der Google-Suche oder aus Google Maps heraus, wenn Sie mit dem Konto angemeldet sind, dem das Profil gehört. Suchen Sie nach Ihrem Firmennamen, öffnen Sie die Profilverwaltung und wählen Sie den Bereich für Produkte oder Leistungen.
Name des Eintrags: so, wie der Kunde ihn nennen würde, nicht in Ihrer Fachsprache.
Bild: ein eigenes Foto vom Betrieb, quadratisch zugeschnitten, ohne aufgedruckte Preise.
Preis: fester Preis oder Spanne, oder das Feld leer lassen, wenn Sie sich nicht festlegen wollen.
Beschreibung: zwei bis vier Sätze, was dabei passiert und für wen es gedacht ist.
Verweis: die Unterseite, auf der genau dieses Angebot steht, nicht die Startseite.
Fangen Sie mit den fünf Dingen an, nach denen am Telefon am häufigsten gefragt wird. Das ist die schnellste Stunde Arbeit, die Sie in Ihr Profil stecken können. Der Rest kann warten oder wegbleiben.
Preise angeben, ohne sich zu verrennen
Die häufigste Sorge lautet: Wenn ich Preise nenne, vergleicht mich jeder nur noch damit. In der Praxis ist das Gegenteil das Problem. Wer nichts nennt, wird als teuer eingeschätzt und aussortiert, bevor er eine Chance zu erklären hatte.
Sie müssen sich nicht auf den Cent festlegen. Eine Spanne oder ein Ab-Preis genügt, solange klar ist, was darin enthalten ist. Wenn Sie gegenüber Privatkunden werben, gehört der Endpreis inklusive Umsatzsteuer dorthin, das regelt die Preisangabenverordnung. Bei Angeboten ausschließlich für Gewerbekunden gelten andere Maßstäbe, dann sollte aber unmissverständlich dabeistehen, dass es sich um Nettopreise handelt.
Fester Preis: bei klar abgegrenzten Leistungen, etwa einer Wartung oder einer Erstberatung.
Spanne: wenn Aufwand und Material schwanken, mit einem Satz dazu, wovon es abhängt.
Ab-Preis: für Leistungen mit vielen Ausbaustufen, sauber als Startpreis gekennzeichnet.
Kein Preis: bei Projekten, die ohne Ortstermin nicht seriös zu beziffern sind.
Praxistipp: Tragen Sie bei schwankenden Leistungen lieber eine ehrliche Spanne ein als gar nichts. Eine Spanne von 80 bis 200 Euro sagt mehr über Sie aus als ein leeres Feld.

Was Google nicht durchgehen lässt
Die Einträge laufen durch eine Prüfung, teils automatisch, teils durch Menschen. Sie kann ein paar Stunden dauern, gelegentlich auch länger. Abgelehnte Einträge verschwinden ohne ausführliche Begründung, deshalb lohnt es sich, die häufigen Stolperstellen vorher zu kennen.
Verbotene und beschränkte Warengruppen, darunter Waffen, Tabak, Arzneimittel und je nach Land alkoholische Getränke.
Telefonnummern, E-Mail-Adressen oder Web-Adressen im Beschreibungstext.
Werbliche Aufdrucke im Bild, etwa große Prozentzeichen oder Rabattbanner.
Angebote, die mit dem eingetragenen Betrieb erkennbar nichts zu tun haben.
Irreführende Angaben, etwa ein Preis, der auf der eigenen Website deutlich höher steht.
Wird ein Eintrag abgelehnt, ändern Sie meist nur eine Kleinigkeit: das Bild ohne Aufdruck, die Telefonnummer aus dem Text heraus. Danach lässt er sich erneut einreichen.
Bilder und Beschreibungen, die etwas taugen
Ein Bild aus dem Katalog des Herstellers wirkt austauschbar. Ein Foto aus Ihrer Werkstatt, aus Ihrem Behandlungsraum oder aus Ihrer Auslage wirkt echt, auch wenn es mit dem Handy entstanden ist. Wichtig ist ordentliches Licht, ein ruhiger Hintergrund und ein quadratischer Ausschnitt, in dem das Wesentliche mittig sitzt.
Bei der Beschreibung gilt dieselbe Regel wie überall: schreiben Sie, was passiert, nicht was es Ihnen bedeutet. „Wir nehmen die Anlage auseinander, reinigen den Brenner, prüfen den Druck und stellen sie neu ein, Dauer etwa eine Stunde“ ist besser als jede Formulierung mit dem Wort Qualität.
Praxistipp: Nutzen Sie die Beschreibung, um die Frage vorwegzunehmen, die sonst am Telefon kommt. Das spart Ihnen den Anruf und dem Kunden die Hemmschwelle.
Was nach dem Anlegen passieren muss
Ein Profil ist keine Broschüre, die man einmal druckt. Preise ändern sich, Leistungen fallen weg, Saisonangebote laufen aus. Ein Eintrag, der seit zwei Jahren einen Preis nennt, den Sie nicht mehr halten, schadet mehr als ein fehlender Eintrag, weil der Kunde mit einer Erwartung ins Gespräch kommt, die Sie enttäuschen müssen.
Einmal im Quartal alle Preise gegen die eigene Liste prüfen.
Ausgelaufene Saisonangebote löschen, statt sie stehenzulassen.
Nach einem Website-Umbau alle hinterlegten Verweise nachziehen.
Neue Leistungen sofort eintragen, solange sie noch frisch im Kopf sind.
Das ist Arbeit von zwanzig Minuten im Quartal. Wer sie nicht selbst machen will, gibt sie ab: In unserem Paket Sichtbar für 150 Euro netto im Monat gehört genau diese Pflege dazu.
Wichtige Erkenntnisse
Punkt | Was zu tun ist |
Feld wählen | Waren unter Produkte, Arbeit unter Leistungen eintragen |
Einstieg | Mit den fünf häufigsten Telefonfragen anfangen |
Preise | Spanne oder Ab-Preis nennen, gegenüber Verbrauchern inklusive Umsatzsteuer |
Bilder | Eigene Fotos ohne aufgedruckte Werbung verwenden |
Verweise | Jede Karte auf die passende Unterseite führen, nicht auf die Startseite |
Pflege | Quartalsweise Preise und Verweise prüfen |
Was das in der Praxis heißt
In der Praxis ist das Produktfeld kein Hebel für die Platzierung, sondern einer für die Qualität der Anfragen. Sie werden nach dem Ausfüllen nicht plötzlich vor der Konkurrenz stehen. Sie werden aber weniger Gespräche führen, die nach zwei Minuten am Preis scheitern, und Sie geben Menschen, die Sie noch nicht kennen, einen Grund, überhaupt anzurufen. Wie schnell sich das zeigt, hängt davon ab, wie viele Leute Ihr Profil ohnehin erreichen. Bei einem gut gepflegten Profil sind erste Veränderungen im Anfrageverhalten nach zwei bis vier Wochen zu bemerken.
Was Sie nicht beeinflussen können, ist ebenso wichtig: ob Google die Felder für Ihre Kategorie überhaupt anbietet, an welcher Stelle die Karten erscheinen, in welcher Reihenfolge sie ausgespielt werden und ob ein Eintrag die Prüfung besteht. Google ändert diese Darstellung regelmäßig und ohne Ankündigung. Auch die rechtliche Seite bleibt Ihre Verantwortung: Preisangaben gegenüber Verbrauchern unterliegen der Preisangabenverordnung, und was hier steht, ist eine Einordnung aus der täglichen Arbeit und ersetzt keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragen Sie Ihre Kammer oder einen Anwalt, bevor Sie Preise veröffentlichen.
Wenn Sie das nicht selbst machen wollen
Zehn Einträge anlegen, Bilder zuschneiden, Preise abstimmen und die Verweise setzen: Das ist überschaubar, geht aber im Tagesgeschäft regelmäßig unter. Genau diese Arbeiten übernehmen wir als Teil der laufenden Betreuung, zusammen mit Bewertungen, Öffnungszeiten und den Inhalten auf der Website.
Wenn Sie unsicher sind, was davon bei Ihnen zuerst dran ist, klären wir das im Erstgespräch in 15 Minuten. Eine Prüfung Ihres Auftritts ist das nicht, dafür gibt es den kostenlosen Marketing-Check.
Nützliche Quellen
Häufige Fragen
Kostet das Produktfeld im Google-Profil etwas?
Nein. Das Unternehmensprofil ist samt Produkten und Leistungen kostenlos. Google verlangt weder für das Anlegen noch für die Anzeige Geld. Kosten entstehen nur, wenn Sie zusätzlich Anzeigen schalten, und das ist eine andere Sache.
Mein Profil zeigt gar kein Produktfeld an, woran liegt das?
Welche Felder zur Verfügung stehen, hängt an der Hauptkategorie des Betriebs. Manche Kategorien bekommen nur Leistungen, andere beides. Prüfen Sie zuerst, ob Ihre Hauptkategorie zum Betrieb passt, denn oft ist die Kategorie das eigentliche Problem.
Muss ich wirklich Preise angeben?
Nein, das Preisfeld ist freiwillig. Ohne Preis bleibt die Karte trotzdem sichtbar und zeigt Bild, Name und Beschreibung. Bei Leistungen, die stark schwanken, ist eine Spanne oft die bessere Lösung als ein fester Wert.
Wie viele Einträge sollte ich anlegen?
Fünf bis fünfzehn sind für einen kleinen Betrieb realistisch. Wichtiger als die Menge ist, dass die häufigsten Anliegen abgedeckt sind. Fünfzig gepflegte Einträge sind gut, fünfzig veraltete sind schlechter als keine.
Wie lange dauert es, bis ein Eintrag sichtbar ist?
Meist wenige Stunden, manchmal ein bis zwei Tage. Neue Einträge durchlaufen eine Prüfung. Wenn nach mehreren Tagen nichts erscheint, wurde der Eintrag vermutlich abgelehnt, dann hilft ein Blick auf Bild und Beschreibungstext.
Darf ich Fotos vom Hersteller verwenden?
Nur, wenn Sie die Rechte dafür haben. Viele Hersteller stellen Händlern Bildmaterial zur Verfügung, oft mit Bedingungen. Eigene Fotos sind rechtlich unproblematisch und wirken im Profil ohnehin glaubwürdiger.
Kann ich Angebote und Rabatte darüber bewerben?
Zeitlich begrenzte Aktionen gehören eher in die Beiträge im Profil als in die Produktkarten. Rabattaufdrucke im Bild führen regelmäßig zur Ablehnung. Ein reduzierter Preis im Preisfeld ist der sauberere Weg.
Was passiert, wenn mein Preis auf der Website anders lautet?
Das fällt Kunden sofort auf und wirkt unseriös. Google kann Einträge außerdem als irreführend werten. Wenn Sie Preise an zwei Stellen führen, brauchen Sie eine feste Gewohnheit, beide gleichzeitig zu ändern.
Hilft das Produktfeld beim Ranking in Google Maps?
Es ist kein direkter Rankingfaktor, auf den man sich verlassen könnte. Der Nutzen liegt darin, dass Ihr Angebot klarer beschrieben ist und mehr Menschen im Profil weiterklicken. Für die Platzierung zählen Kategorie, Entfernung, Bewertungen und die eigene Website stärker.
Kann jemand aus dem Team das übernehmen?
Ja. Sie können weitere Nutzer für das Profil freischalten, ohne Ihre eigenen Zugangsdaten weiterzugeben. Vergeben Sie dabei die Rolle, die für die Aufgabe reicht, und entziehen Sie den Zugang wieder, wenn jemand den Betrieb verlässt.
Passend dazu
Die laufende Pflege des Profils übernehmen wir im Paket Sichtbar. Passend dazu: Google Unternehmensprofil optimieren: 6 Sofortmaßnahmen und Termine direkt aus dem Google-Profil.


