18.10.2026

Zusammenarbeit

Webdesign-Angebote vergleichen: worauf es wirklich ankommt

Welche Posten in ein Webdesign-Angebot gehören, welche oft fehlen und welche Fragen Sie vor der Unterschrift stellen. So vergleichen Sie Angebote fair.

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Sie haben drei Angebote für Ihre neue Website auf dem Tisch, und keines lässt sich mit dem anderen vergleichen. Eines ist eine Seite lang, eines hat zwölf Positionen, eines nennt nur einen Pauschalbetrag. Der Preisunterschied ist groß, und Sie können nicht sagen, woher er kommt.

Das liegt selten daran, dass ein Anbieter unverschämt ist. Meist beschreiben die Angebote schlicht unterschiedliche Leistungen. Das eine enthält Texte, Fotos und Pflege, das andere nur die Gestaltung von Seiten, deren Inhalt Sie selbst liefern sollen. Wer nur auf die Summe schaut, vergleicht deshalb oft Äpfel mit Birnen.

Hier steht, welche Posten in ein vollständiges Angebot gehören, welche am häufigsten fehlen und welche Fragen Sie vor der Unterschrift stellen sollten. Am Ende können Sie die drei Angebote nebeneinanderlegen und sehen, was Sie für Ihr Geld tatsächlich bekommen.

Stand: Oktober 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn sie denselben Umfang beschreiben, also gleich viele Seiten, gleiche Inhalte und gleiche Leistungen nach dem Livegang.

  • Am häufigsten fehlen Texte, Fotos und Pflege. Sie tauchen später als Zusatzkosten oder als Arbeit für Sie selbst auf.

  • Domain, Hosting und Zugänge sollten auf Ihren Betrieb laufen, sonst hängen Sie dauerhaft an einem Anbieter.

  • Die Nutzungsrechte an Gestaltung, Texten und Bildern gehören schriftlich ins Angebot, nicht in ein späteres Gespräch.

  • Ein seriöses Angebot nennt die Zahl der Korrekturrunden und sagt, was eine weitere Runde kostet.

  • Keine Agentur kann Ihnen eine Platzierung bei Google zusagen. Ein Angebot, das das verspricht, ist ein Warnzeichen.

Warum die Summe allein nichts aussagt

Eine Website ist kein Produkt aus dem Regal. Hinter demselben Wort stecken eine Visitenkarte mit drei Seiten und ein Auftritt mit zwanzig Unterseiten, eigenen Texten, Fotos und Betreuung. Der Preis folgt dem Umfang, und der Umfang steht im Kleingedruckten oder gar nicht.

Bevor Sie Preise vergleichen, sollten Sie deshalb den Umfang angleichen. Schreiben Sie auf, was die Website leisten soll, welche Seiten sie braucht und wer die Inhalte liefert. Schicken Sie diese Liste an alle Anbieter. Erst dann werden die Antworten vergleichbar. Wie wir das bei Betrieben in Monheim, Langenfeld und Umgebung angehen, beschreiben wir auf unserer Seite Webdesign.

Praxistipp: Bitten Sie jeden Anbieter, sein Angebot nach Ihrer Liste zu gliedern. Wer das ablehnt oder nicht kann, zeigt Ihnen schon vor dem Auftrag, wie die Zusammenarbeit laufen wird.

Welche Posten in ein vollständiges Angebot gehören

Ein vollständiges Angebot beschreibt nicht nur das Aussehen der Seite, sondern den ganzen Weg bis zum Livegang und die Zeit danach. Die Tabelle zeigt die Posten, die Sie in jedem Angebot wiederfinden sollten, und die Frage, die Sie dazu stellen.

Posten

Was dazugehört

Ihre Frage

Konzept und Struktur

Seitenliste, Aufbau jeder Seite, Ziel der Website

Wer legt fest, welche Seiten es gibt?

Gestaltung

Entwurf für Bildschirm und Handy

Wie viele Korrekturrunden sind enthalten?

Umsetzung

Bau aller Seiten, Kontaktformular, Rechtstexte einbinden

Wie viele Seiten genau?

Texte

Schreiben oder Überarbeiten der Inhalte

Schreiben Sie, oder schreibe ich?

Bilder

Fotos, Bildbearbeitung, Lizenzen

Woher kommen die Bilder, und wer zahlt die Lizenz?

Livegang

Domain umstellen, Weiterleitungen, Prüfung

Was passiert mit den Adressen der alten Seite?

Nach dem Livegang

Pflege, Updates, Sicherungen, Änderungen

Was kostet das im Monat, und was ist enthalten?

Webdesign-Angebote vergleichen: worauf es wirklich ankommt

Die Posten, die in günstigen Angeboten fehlen

Wenn ein Angebot auffällig günstig ist, fehlt meistens einer von vier Posten. Das ist nicht unbedingt unseriös, solange es klar dasteht. Problematisch wird es, wenn Sie es erst merken, wenn der Entwurf fertig ist und die Seiten leer sind.

  • Texte: Viele Angebote setzen voraus, dass Sie alle Inhalte fertig liefern. Für einen Inhaber mit vollem Terminkalender sind das schnell mehrere Wochenenden.

  • Fotos: Steht nichts dazu im Angebot, landen oft Bilder aus Bilddatenbanken auf der Seite, oder Sie müssen selbst fotografieren.

  • Pflege: Nach dem Livegang braucht die Seite Updates, Sicherungen und kleine Änderungen. Wer das nicht regelt, steht beim ersten Problem allein da.

  • Rechte und Zugänge: Wem gehören Gestaltung, Domain und Zugangsdaten, wenn die Zusammenarbeit endet?

Rechnen Sie für jeden fehlenden Posten nach, was er Sie an Geld oder eigener Zeit kostet. Oft liegt das vermeintlich teure Angebot danach gar nicht mehr so weit vorn.

Wem die Website am Ende gehört

Diese Frage wird vor der Unterschrift fast nie gestellt und nach dem Ende der Zusammenarbeit fast immer. Läuft die Domain auf den Namen der Agentur, können Sie nicht einfach wechseln. Liegt die Seite auf einem System, das nur die Agentur bedienen kann, ist ein Umzug ein Neubau.

Klären Sie deshalb schriftlich drei Dinge: Die Domain wird auf Ihren Betrieb registriert. Sie bekommen alle Zugänge zu Hosting und Redaktionssystem, auch wenn Sie sie nie selbst benutzen. Und das Angebot sagt, welche Nutzungsrechte Sie an Gestaltung, Texten und Bildern erhalten.

Bei den Nutzungsrechten lohnt ein genauer Blick. Ohne Absprache bekommen Sie oft nur das Recht, die Website so zu nutzen, wie sie ist. Ob Sie die Gestaltung später auf Flyer übertragen oder die Texte woanders verwenden dürfen, sollte ausdrücklich dastehen. Das ist keine Rechtsberatung, sondern der Hinweis, die Frage vorher zu stellen.

Praxistipp: Lassen Sie sich nach dem Livegang eine kurze Übergabeliste mit allen Zugängen schicken und legen Sie sie dort ab, wo auch Ihre Verträge liegen.

Wie Sie Korrekturen und Zeitplan vergleichen

Zwei Angebote mit gleicher Summe können sehr unterschiedlich ausgehen, wenn eines zwei Korrekturrunden enthält und das andere keine Angabe macht. Jede weitere Runde wird dann nach Aufwand abgerechnet. Fragen Sie nach, was eine zusätzliche Runde kostet, bevor Sie sie brauchen.

Beim Zeitplan gilt dasselbe. Für eine kleine Website mit fünf bis zehn Seiten sind 6 bis 10 Wochen eine realistische Größenordnung, wenn Texte und Freigaben pünktlich kommen. Ein Angebot, das zwei Wochen verspricht, setzt meist voraus, dass alle Inhalte am ersten Tag fertig bereitliegen. Fragen Sie, was der Anbieter dafür von Ihnen erwartet.

Webdesign-Angebote vergleichen: worauf es wirklich ankommt

Was nach dem Livegang kostet

Viele Angebote enden mit dem Tag, an dem die Seite online geht. Die laufenden Kosten stehen dann in einem zweiten Dokument oder nirgends. Dazu gehören Hosting, Domain, Updates des Systems, Sicherungen und kleine Änderungen, wenn sich Öffnungszeiten oder Leistungen ändern.

Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Preis für den Bau, sondern die Kosten über die ersten zwei Jahre. Ein Angebot mit günstigem Bau und teurer Pflege kann am Ende teurer sein als umgekehrt. Bei uns kostet die laufende Betreuung der Sichtbarkeit im Paket Sichtbar 150 € im Monat netto, ohne Mindestlaufzeit. Den Preis für den Bau einer Website legen wir im Erstgespräch nach Umfang fest.

Woran Sie ein Warnzeichen erkennen

Manche Angebote sind nicht nur unvollständig, sondern versprechen Dinge, die niemand halten kann. Diese Punkte sollten Sie stutzig machen, unabhängig vom Preis.

  • Eine Zusage für eine bestimmte Platzierung bei Google oder eine feste Zahl an Anfragen.

  • Eine lange Mindestlaufzeit für Pflege, ohne dass klar ist, was monatlich geleistet wird.

  • Keine Aussage dazu, auf wessen Namen die Domain läuft.

  • Ein Pauschalpreis ohne jede Angabe, wie viele Seiten und welche Inhalte enthalten sind.

Ein Angebot muss nicht lang sein, um gut zu sein. Es muss aber so klar sein, dass Sie nach dem Lesen wissen, was am Ende auf Ihrer Seite steht und was Sie selbst beisteuern.

Wichtige Erkenntnisse

Punkt

Was zu tun ist

Umfang

Allen Anbietern dieselbe Liste mit Seiten und Zielen schicken.

Inhalte

Klären, wer Texte schreibt und woher die Fotos kommen.

Eigentum

Domain und Zugänge auf den eigenen Betrieb laufen lassen.

Rechte

Nutzungsrechte an Gestaltung, Texten und Bildern schriftlich festhalten.

Korrekturen

Zahl der Runden und den Preis jeder weiteren Runde erfragen.

Laufende Kosten

Bau und Pflege über zwei Jahre zusammenrechnen.

Was das in der Praxis heißt

Wenn Sie drei Angebote nach denselben Posten gliedern, wird der Vergleich meist in einer Stunde klar. Oft stellt sich heraus, dass das günstigste Angebot nur die Gestaltung enthält und das teuerste Texte, Fotos und ein Jahr Pflege. Dann entscheiden Sie nicht mehr über den Preis, sondern darüber, was Sie selbst übernehmen wollen und können.

Was Sie mit keinem Angebot beeinflussen, ist, wie Google die neue Seite später einordnet und wie viele Anfragen daraus entstehen. Das hängt auch von Ihrem Wettbewerb, Ihren Bewertungen und Ihrem Google-Unternehmensprofil ab. Eine gut gebaute Seite schafft die Voraussetzung, eine Garantie gibt es dafür nicht.

Wenn Sie ein Angebot mit uns durchgehen möchten

Im Erstgespräch schauen wir uns in fünfzehn Minuten an, was Ihre Website leisten soll und welche Posten Sie wirklich brauchen. Das ist kein Verkaufsgespräch. Wenn Sie schon Angebote haben, sagen wir Ihnen gern, was darin fehlt, auch wenn Sie danach woanders beauftragen.

Wie wir Websites für lokale Betriebe planen und welche Leistungen dazugehören, sehen Sie auf unserer Seite Webdesign. Dort können Sie auch direkt einen Termin anfragen.

Nützliche Quellen

Häufige Fragen

Wie viele Angebote sollte ich einholen?

Zwei bis drei Angebote reichen in der Regel. Wichtiger als die Zahl ist, dass alle Anbieter dieselbe Beschreibung Ihres Vorhabens bekommen. Sonst vergleichen Sie unterschiedliche Leistungen.

Warum sind die Preise so unterschiedlich?

Meist, weil die Angebote unterschiedliche Leistungen enthalten. Eines umfasst Texte, Fotos und Pflege, ein anderes nur die Gestaltung. Gliedern Sie die Angebote nach denselben Posten, dann wird der Unterschied sichtbar.

Ist das günstigste Angebot automatisch schlecht?

Nein. Ein günstiges Angebot kann völlig passen, wenn Sie Texte und Fotos selbst liefern und die Pflege selbst übernehmen. Es sollte nur klar dastehen, was nicht enthalten ist.

Muss ich die Texte selbst schreiben?

Das hängt vom Angebot ab. Viele Anbieter setzen voraus, dass Sie die Inhalte liefern. Fragen Sie ausdrücklich nach, ob Texte geschrieben, überarbeitet oder nur eingefügt werden.

Auf wessen Namen sollte die Domain laufen?

Auf Ihren Betrieb. Dann können Sie später die Betreuung wechseln, ohne die Adresse zu verlieren. Lassen Sie sich das im Angebot oder spätestens bei der Übergabe bestätigen.

Was sind Nutzungsrechte, und warum sind sie wichtig?

Sie legen fest, wie Sie Gestaltung, Texte und Bilder verwenden dürfen. Ohne klare Absprache dürfen Sie die Website oft nur so nutzen, wie sie geliefert wurde. Ob Sie Elemente später anderswo verwenden dürfen, sollte schriftlich geregelt sein.

Wie viele Korrekturrunden sind üblich?

Üblich sind zwei Runden für den Entwurf. Wichtig ist, dass die Zahl im Angebot steht und dort auch der Preis für jede weitere Runde. Dann gibt es später keine Überraschung.

Was kostet die Pflege nach dem Livegang?

Das hängt davon ab, was gepflegt wird: Updates, Sicherungen, Änderungen, Google-Profil. Bei uns kostet die laufende Betreuung der Sichtbarkeit im Paket Sichtbar 150 € im Monat netto ohne Mindestlaufzeit. Fragen Sie jeden Anbieter, was genau in seinem Monatspreis enthalten ist.

Kann mir eine Agentur einen Platz bei Google zusagen?

Nein, das kann niemand seriös versprechen. Die Platzierung hängt von vielen Dingen ab, die keine Agentur steuert. Eine solche Zusage im Angebot ist eher ein Grund zur Vorsicht.

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