23.07.2026

Websites

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Wer drei Angebote für eine Website einholt, bekommt oft Zahlen, die um den Faktor zehn auseinanderliegen. Das liegt selten daran, dass einer überteuert ist. Es liegt daran, dass unter demselben Wort völlig verschiedene Leistungen verkauft werden.

Dieser Beitrag ordnet die Spanne, benennt die Posten, die wirklich anfallen, und zeigt, woran ein Angebot erkennbar ist, das später teuer wird.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Preis hängt am Umfang, nicht an der Gestaltung: Zahl der Seiten, Texte, Bilder, Funktionen.

  • Die Texte sind bei den meisten Projekten der unterschätzte Posten.

  • Laufende Kosten fallen immer an, auch wenn sie im Angebot fehlen.

  • Ein Angebot ohne Fragen zu Ihrem Geschäft ist ein Warnzeichen.

  • Die günstigste Website ist die, die man nach zwei Jahren nicht neu bauen muss.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Eine Website ist kein Produkt mit Listenpreis, sondern eine Summe von Arbeitsschritten. Diese fallen in fast jedem Projekt an:

Wer nur die Umsetzung beauftragt, weil er Texte und Bilder selbst liefert, zahlt weniger. Er zahlt allerdings nur dann weniger, wenn er sie auch tatsächlich liefert. Das ist der häufigste Grund, warum Projekte monatelang liegen bleiben.

Posten

Was dahintersteckt

Konzept

Struktur, Zielgruppen, welche Seiten es geben soll

Texte

Der größte und meistunterschätzte Posten

Gestaltung

Entwurf für Handy, Tablet und Rechner

Umsetzung

Aufbau, Technik, Formulare, Rechtstexte

Bilder

Eigene Aufnahmen oder Auswahl und Aufbereitung

Betreuung

Änderungen, Aktualisierungen, Sicherheit

Die Spanne am Markt

Grob lassen sich vier Bereiche unterscheiden:

  • Baukasten in Eigenarbeit: ein paar hundert Euro im Jahr, dazu die eigene Zeit, die meist unterschätzt wird.

  • Einfache Seite vom Dienstleister: im niedrigen vierstelligen Bereich, meist fünf bis sieben Seiten mit gelieferten Texten.

  • Aufgebaute Seite mit Struktur und Texten: mittlerer vierstelliger bis unterer fünfstelliger Bereich.

  • Umfangreiche Projekte mit Shop, Anbindungen oder mehreren Sprachen: darüber, oft deutlich.

Praxistipp: Fragen Sie bei jedem Angebot nach, wie viele Seiten enthalten sind und wer die Texte schreibt. An diesen beiden Punkten entscheidet sich der Preis, nicht an der Zahl der Entwürfe.

Die laufenden Kosten

Sie fallen in jedem Fall an, auch wenn sie im Angebot nicht auftauchen:

Wer diese Posten nicht einplant, zahlt sie später trotzdem, meist in Form einer Seite, die nach drei Jahren veraltet ist und neu gebaut werden muss.

Posten

Größenordnung im Jahr

Domain

10 bis 30 Euro

Hosting oder Baukasten

60 bis 500 Euro

Aktualisierungen und Sicherheit

je nach System

Inhaltliche Pflege

der eigentliche Posten

Woran Sie ein problematisches Angebot erkennen

Fünf Warnzeichen, die sich in der Praxis bewährt haben:

  1. Ein Preis ohne jede Rückfrage zu Ihrem Geschäft und Ihrer Zielgruppe.

  2. Keine Angabe, wie viele Seiten und wie viele Änderungsrunden enthalten sind.

  3. Texte und Bilder sind stillschweigend Ihre Aufgabe, ohne dass das benannt wird.

  4. Keine Aussage dazu, wem die Seite nach dem Projekt gehört und wie Sie an die Daten kommen.

  5. Betreuung wird nicht erwähnt, weder als Angebot noch als Ihre Aufgabe.

Warum billig oft teurer wird

Eine Seite für achthundert Euro ist nicht deshalb ein Problem, weil sie schlecht aussieht. Sie ist ein Problem, wenn sie ohne Struktur gebaut wurde, keine Texte hat, die zu Suchanfragen passen, und niemanden hat, der sie pflegt.

Nach zwei Jahren steht dann die Entscheidung an, sie noch einmal zu bauen. Rechnet man beide Projekte zusammen, war der vermeintlich teure Weg der günstigere, und die zwei Jahre ohne Anfragen kommen obendrauf.

Wichtige Erkenntnisse

Punkt

Was zu tun ist

Umfang

Seitenzahl und Texte bestimmen den Preis, nicht die Optik

Texte

Klären, wer sie schreibt, bevor das Angebot verglichen wird

Laufendes

Domain, Hosting und Pflege immer mit einrechnen

Eigentum

Vorab klären, wem Seite, Domain und Daten gehören

Vergleich

Angebote nur bei gleichem Leistungsumfang vergleichen

Was das in der Praxis heißt

Der ehrlichste Weg zu einem vergleichbaren Angebot führt über eine Liste: Welche Leistungen sollen auf die Seite, welche Orte, wer schreibt die Texte, wer pflegt sie danach. Mit dieser Liste bekommen Sie drei Angebote, die sich tatsächlich vergleichen lassen.

Ohne diese Liste vergleichen Sie Zahlen, die für Verschiedenes stehen, und entscheiden am Ende nach dem Bauchgefühl.

Wie wir das machen

Unsere Preise stehen offen auf der Paketseite, damit dieser Vergleich möglich ist. Beim Website-Bau nennen wir den Preis nach dem Erstgespräch, weil er am Umfang hängt: wie viele Leistungen und wie viele Orte Sie abdecken wollen.

Das Erstgespräch dauert fünfzehn Minuten und ist kein Verkaufsgespräch. Danach wissen Sie, in welcher Größenordnung Sie sich bewegen.

Nützliche Quellen

Häufige Fragen

Was kostet die günstigste sinnvolle Lösung?

Für einen Ein-Personen-Betrieb kann ein gepflegtes Google-Profil plus eine schlanke Seite ausreichen. Das ist deutlich günstiger als ein Websitenetz und für viele der richtige Einstieg.

Warum nennen manche Anbieter keine Preise?

Weil der Preis am Umfang hängt. Seriös wird es, wenn nach dem Erstgespräch eine verbindliche Zahl genannt wird.

Sind Ratenzahlung oder Abos sinnvoll?

Sie verteilen die Kosten und binden meist für eine Laufzeit. Entscheidend ist, was in der monatlichen Zahlung enthalten ist.

Gehört die Seite danach mir?

Das sollte im Angebot stehen. Klären Sie vorab, wem Domain, Inhalte und Zugänge gehören.

Passend dazu

Warum eine Seite ohne Betreuung teurer wird, steht in Website ohne Betreuung. Alle Preise: Pakete und Preise.

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