
Über Links von fremden Seiten wird viel geredet, und sie sind schwer zu bekommen. Über Links innerhalb der eigenen Website wird kaum geredet, dabei kosten sie nichts, sind vollständig in Ihrer Hand und wirken innerhalb weniger Wochen.
Interne Verlinkung entscheidet darüber, welche Ihrer Seiten Google für wichtig hält und wie schnell neue Seiten überhaupt gefunden werden.
Das Wichtigste in Kürze
Eine Seite, auf die niemand verlinkt, wird selten gefunden, auch wenn sie in der Sitemap steht.
Der Ankertext sagt Google, worum es auf der Zielseite geht.
Eine Mischung aus festen Verweisen und redaktionellen Links im Fließtext wirkt am natürlichsten.
Der Fußbereich ist der wirksamste Ort für einen festen Verteiler.
Verwaiste Seiten sind der häufigste Fund bei einer Prüfung.
Was interne Links bewirken
Drei Dinge gleichzeitig. Erstens finden Suchmaschinen neue Seiten überhaupt erst, indem sie Links folgen. Zweitens verteilt sich die Autorität einer Website über die Links: Eine Seite, auf die von überall verwiesen wird, gilt als wichtiger. Drittens erfährt Google über den Ankertext, worum es auf der Zielseite geht.
Für Besucher kommt ein vierter Punkt dazu: Sie finden den nächsten Schritt, ohne suchen zu müssen.
Der Ankertext ist die eigentliche Botschaft
Hier klicken sagt niemandem etwas. Webdesign in Solingen sagt beiden Seiten, worum es geht: dem Leser und der Suchmaschine.
Sinnvoll ist eine Mischung. Ein fester Verteiler im Fußbereich mit exakten Bezeichnungen sorgt für Klarheit. Die Links im Fließtext variieren dagegen natürlich, weil sie in Sätzen stehen. Genau diese Mischung erzeugt ein glaubwürdiges Bild.
Praxistipp: Vermeiden Sie es, von zwanzig Stellen mit demselben Ankertext auf dieselbe Seite zu verlinken. Das wirkt konstruiert und bringt keinen zusätzlichen Nutzen.
Der Verteiler im Fußbereich
Der wirksamste einzelne Handgriff ist ein Block über oder im Fußbereich, der alle wichtigen Zielseiten verlinkt. Weil der Fußbereich auf jeder Seite steht, bekommt jede verlinkte Seite Verweise von der gesamten Website.
Das eignet sich besonders für Seiten, die sonst tief in der Struktur liegen: Orts- und Branchenseiten, einzelne Leistungen, wichtige Ratgeberbeiträge. Übertreiben sollte man es nicht: Ein Fußbereich mit zweihundert Links wirkt wie eine Linkfarm.
Redaktionelle Links im Text
Die zweite Hälfte sind Links, die im Fließtext stehen, dort wo sie inhaltlich passen. Sie sind aufwendiger, weil sie beim Schreiben mitgedacht werden müssen, und sie wirken stärker, weil sie im Zusammenhang stehen.
Eine praktikable Regel für neue Texte:
Zwei bis fünf interne Links pro Seite, dort wo sie den Leser weiterbringen
Immer aus dem Satz heraus, nie als angehängte Liste
Auf Seiten verweisen, die tatsächlich weiterhelfen, nicht auf die Startseite
Beim Veröffentlichen prüfen, ob ältere Beiträge auf den neuen verweisen sollten
Verwaiste Seiten finden
Verwaiste Seiten sind Seiten, auf die keine einzige andere Seite verlinkt. Sie entstehen fast immer beim Anlegen neuer Inhalte, die niemand in die Struktur einhängt.
Man findet sie, indem man die Sitemap mit den tatsächlich verlinkten Adressen abgleicht. Was in der Sitemap steht, aber nirgends verlinkt ist, ist verwaist. In der Search Console fallen solche Seiten dadurch auf, dass sie kaum Impressionen bekommen.
Praxistipp: Legen Sie sich zur Regel, jede neue Seite beim Anlegen sofort von mindestens zwei bestehenden Seiten zu verlinken. Das verhindert das Problem, statt es später zu suchen.
Was Sie vermeiden sollten
Vier Muster schaden mehr, als sie nützen:
Links, die auf Weiterleitungen zeigen statt direkt auf das Ziel
Menüs mit dreißig Punkten, die die Autorität zu breit streuen
Alle Links auf die Startseite, die ohnehin die stärkste Seite ist
Automatisch erzeugte Verlinkungen, die jedes Vorkommen eines Wortes verlinken
Wichtige Erkenntnisse
Punkt | Was zu tun ist |
Verteiler | Fester Block im Fußbereich mit den wichtigsten Zielseiten |
Ankertext | Beschreibend statt „hier klicken", im Fließtext variieren |
Menge | Zwei bis fünf redaktionelle Links pro Seite |
Prüfung | Sitemap gegen tatsächlich verlinkte Adressen abgleichen |
Regel | Jede neue Seite sofort von zwei bestehenden verlinken |
Was das in der Praxis heißt
Interne Verlinkung ist der Bereich mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung. Sie brauchen niemanden zu überzeugen, kein Budget und keine fremde Zustimmung.
Der Aufwand liegt einmalig bei wenigen Stunden für einen Verteiler und danach bei ein paar Minuten pro neuem Text. Wer das durchhält, hat nach einem Jahr eine Website, in der jede Seite erreichbar ist und Gewicht hat.
Wie wir das machen
Bei uns hängt jede Orts- und Branchenseite in einem Netz: Der Fußbereich verlinkt sie von jeder Seite aus, und im Text verweisen sie aufeinander. Das ist der Grund, warum ein Websitenetz mehr bringt als eine einzelne Seite.
Wie das aufgebaut ist, erklärt Was ein Websitenetz ist. Gebaut wird es im Paket Rheinseiten.
Nützliche Quellen
Häufige Fragen
Wie viele interne Links sind zu viele?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Wenn ein Leser den Text wegen der vielen Links nicht mehr flüssig lesen kann, sind es zu viele.
Soll ich Links in einem neuen Fenster öffnen?
Bei internen Links nein. Bei externen ist es üblich, damit der Besucher Ihre Seite nicht verlässt.
Zählen Links im Menü genauso wie im Text?
Links im Fließtext wirken erfahrungsgemäß stärker, weil sie im Zusammenhang stehen. Beides zusammen ist die beste Kombination.
Was ist mit nofollow bei internen Links?
Nicht nötig. Interne Links sollen Autorität weitergeben, genau dafür sind sie da.
Passend dazu
Das Prinzip dahinter erklärt Was ein Websitenetz ist. Wo wir arbeiten, sehen Sie unter Region.


