
Im Google-Unternehmensprofil lassen sich Beiträge veröffentlichen, ähnlich wie in sozialen Netzwerken. Viele Betriebe wissen davon, und die meisten nutzen es entweder gar nicht oder falsch.
Der wichtigste Punkt vorweg: Beiträge sind kein Rankingfaktor im engeren Sinn. Sie wirken anders, und wenn man weiß wie, sind sie in zehn Minuten im Monat erledigt.
Das Wichtigste in Kürze
Beiträge verbessern die Platzierung nicht direkt, machen das Profil aber lebendig.
Sie erscheinen im Profil und teilweise in der Suche, verlieren aber nach etwa einer Woche an Sichtbarkeit.
Am besten funktionieren Anlässe: Angebote, Termine, Neuerungen, saisonale Hinweise.
Ein Beitrag im Monat mit Inhalt schlägt vier ohne Anlass.
Jeder Beitrag braucht ein Bild und eine klare Handlungsaufforderung.
Was Beiträge bewirken
Drei Dinge. Erstens erscheinen sie im Profil, wenn jemand es aufruft, und zeigen, dass der Betrieb aktiv ist. Zweitens tauchen sie teilweise direkt in der Suche auf, wenn jemand gezielt nach Ihrem Namen sucht. Drittens liefern sie Google zusätzliche Hinweise darauf, worum es bei Ihnen geht.
Was sie nicht bewirken: eine bessere Platzierung im Kartenkasten. Wer Beiträge nur deshalb schreibt, wird enttäuscht.
Welche Beitragsarten es gibt
Die Auswahl unterscheidet sich je nach Branche, im Kern sind es:
Veranstaltungen und Angebote haben den Vorteil, dass sie bis zum Enddatum sichtbar bleiben, während Neuigkeiten schneller nach hinten rutschen.
Art | Wofür geeignet |
Neuigkeit | Allgemeine Hinweise, Standardfall |
Angebot | Zeitlich begrenzte Aktionen mit Zeitraum |
Veranstaltung | Termine mit Datum, bleibt bis dahin sichtbar |
Produkt | Einzelne Leistungen mit Preis |
Worüber sich zu schreiben lohnt
Was in der Praxis funktioniert, hat immer einen Anlass:
Geänderte Öffnungszeiten, besonders vor Feiertagen
Eine neue Leistung oder ein neues Gerät
Saisonale Hinweise: Wartung vor dem Winter, Termine vor den Ferien
Freie Kapazitäten, wenn welche da sind
Ein abgeschlossenes Projekt mit Foto
Personalsuche, die überraschend gut funktioniert
Praxistipp: Beiträge ohne Anlass, nur um Aktivität zu zeigen, kosten Zeit und bringen nichts. Lieber einer im Monat mit Inhalt als vier Pflichtübungen.
Wie ein Beitrag aufgebaut sein sollte
Kurz, konkret, mit Bild und einer klaren Handlung. In der Praxis bewährt:
Ein eigenes Foto, kein Symbolbild aus einer Datenbank.
Der wichtigste Satz zuerst, weil der Rest oft abgeschnitten wird.
Etwas Konkretes: ein Datum, ein Preis, eine Frist.
Eine Schaltfläche, meist „Anrufen" oder „Termin vereinbaren".
Der Aufwand im Verhältnis
Ein Beitrag dauert fünf bis zehn Minuten, wenn ein Foto vorhanden ist. Der wirkliche Aufwand ist, daran zu denken.
Deshalb funktioniert es am besten, wenn es an etwas hängt, das ohnehin passiert: das Foto vom fertigen Projekt, der Hinweis vor dem Feiertag, die Meldung über freie Termine.
Wichtige Erkenntnisse
Punkt | Was zu tun ist |
Erwartung | Kein Rankingfaktor, aber ein Aktivitätssignal |
Anlass | Nur mit Anlass schreiben, sonst lieber gar nicht |
Format | Eigenes Foto, wichtigster Satz zuerst, klare Handlung |
Typ | Angebote und Veranstaltungen bleiben länger sichtbar |
Takt | Einer im Monat genügt |
Was das in der Praxis heißt
Legen Sie sich einen festen Zeitpunkt fest, etwa den ersten Montag im Monat, und verbinden Sie ihn mit dem Blick auf die Bewertungen und die kommenden Feiertage. Dann ist die Profilpflege in zehn Minuten erledigt.
Wer keine Anlässe hat, sollte lieber die Leistungen im Profil vervollständigen. Das wirkt nachhaltiger als jeder Beitrag.
Wie wir das machen
Beiträge im Google-Profil gehören bei uns zum Paket Sichtbar, zusammen mit der übrigen Profilpflege.
Was sonst im Profil zählt, steht in Google Unternehmensprofil optimieren.
Nützliche Quellen
Häufige Fragen
Wie lange bleibt ein Beitrag sichtbar?
Neuigkeiten verlieren nach etwa einer Woche an Sichtbarkeit, Angebote und Veranstaltungen bleiben bis zum Enddatum.
Kann ich Beiträge vorplanen?
Über die Oberfläche nur eingeschränkt. Praktikabler ist ein fester Termin im Monat.
Sind Beiträge auf Social Media wiederverwendbar?
Ja, mit angepasster Länge. Was auf Instagram funktioniert, funktioniert oft auch hier.
Schadet es, keine Beiträge zu schreiben?
Nein. Ein vollständiges Profil ohne Beiträge ist besser als ein unvollständiges mit.
Passend dazu
Die Grundlagen stehen in Google Unternehmensprofil optimieren. Die Pflege übernehmen wir in Sichtbar.


