
Im Google-Unternehmensprofil gibt es einen Bereich für Fragen und Antworten. Das Besondere daran: Fragen darf jeder stellen, und antworten darf ebenfalls jeder. Auch Leute, die noch nie bei Ihnen waren.
Das ist ein Risiko und eine Gelegenheit zugleich. Wer den Bereich selbst befüllt, steuert, was dort steht.
Das Wichtigste in Kürze
Jeder kann fragen und antworten, auch Wettbewerber und Unbeteiligte.
Sie dürfen selbst Fragen einstellen und beantworten, das ist ausdrücklich vorgesehen.
Antworten mit vielen Zustimmungen werden oben angezeigt.
Ohne Benachrichtigung merken Sie neue Fragen oft wochenlang nicht.
Zehn gut gewählte Fragen decken die meisten Telefonate ab.
Warum der Bereich riskant ist
Weil dort Falsches stehen kann, ohne dass Sie es merken. Ein Beispiel: Jemand fragt, ob es Parkplätze gibt, ein Fremder antwortet „nein", und diese Antwort steht dann monatelang im Profil.
Google benachrichtigt nicht immer zuverlässig über neue Fragen. Wer nicht regelmäßig nachsieht, erfährt davon nur zufällig.
Warum Sie ihn selbst befüllen sollten
Es ist ausdrücklich erlaubt, selbst Fragen einzustellen und sie zu beantworten. Damit steuern Sie, welche Fragen oben stehen, und beantworten genau die, die ohnehin ständig gestellt werden.
Für die meisten Betriebe sind das dieselben zehn Fragen, die täglich am Telefon kommen.
Praxistipp: Sammeln Sie zwei Wochen lang die Fragen, die am Telefon gestellt werden. Diese Liste ist die beste Vorlage, die es gibt, und sie taugt zusätzlich für die FAQ auf der Website.
Welche Fragen sich lohnen
Typische Beispiele, die in fast jeder Branche funktionieren:
Gibt es Parkplätze in der Nähe?
Ist der Zugang barrierefrei?
Nehmen Sie derzeit neue Kunden oder Patienten an?
Kann man auch ohne Termin kommen?
Welche Zahlungsarten werden akzeptiert?
Wie lange dauert ein Termin ungefähr?
Was kostet die häufigste Leistung ungefähr?
Formulieren Sie die Fragen so, wie Kunden sie stellen würden, nicht in Werbesprache. Antworten dürfen sachlich und kurz sein.
Wie Sie den Bereich im Blick behalten
Drei Dinge helfen:
Benachrichtigungen im Profil einschalten, soweit verfügbar.
Den Bereich in die monatliche Profilpflege aufnehmen.
Eigene Antworten mit Zustimmung versehen lassen, damit sie oben stehen.
Falsche Antworten Dritter lassen sich melden. Das dauert, funktioniert aber bei eindeutig falschen Angaben.
Was das mit KI-Antworten zu tun hat
Fragen und Antworten sind ein Textbereich, den Suchmaschinen und Sprachmodelle auslesen können. Wer dort die häufigsten Fragen sauber beantwortet, erhöht die Chance, in KI-Antworten korrekt wiedergegeben zu werden.
Das ist derselbe Mechanismus wie bei einer FAQ auf der Website: Konkrete Fragen mit konkreten Antworten sind das Format, das Maschinen am besten verwerten können.
Wichtige Erkenntnisse
Punkt | Was zu tun ist |
Risiko | Jeder darf antworten, auch Unbeteiligte |
Vorbeugen | Zehn eigene Fragen einstellen und beantworten |
Vorlage | Die Fragen vom Telefon sammeln |
Kontrolle | In die monatliche Profilpflege aufnehmen |
Nebeneffekt | Gut für Featured Snippets und KI-Antworten |
Was das in der Praxis heißt
Der Bereich ist in einer Stunde einmalig befüllt und danach eine Sache von zwei Minuten im Monat. Für den Aufwand ist die Wirkung erstaunlich: Ein Teil der Anrufe erübrigt sich, weil die Antwort schon im Profil steht.
Dieselben Fragen und Antworten lassen sich anschließend eins zu eins in die FAQ der Website übernehmen.
Wie wir das machen
Wir befüllen den Bereich bei der Einrichtung und behalten ihn in der laufenden Pflege im Blick. Das gehört zum Paket Sichtbar.
Was sonst im Profil zählt, steht in Google Unternehmensprofil optimieren.
Nützliche Quellen
Häufige Fragen
Darf ich wirklich selbst Fragen stellen?
Ja, Google sieht das ausdrücklich vor. Sie dürfen nur nicht vorgeben, jemand anderes zu sein.
Kann ich falsche Antworten löschen?
Nicht selbst. Sie können sie melden, wenn sie gegen die Richtlinien verstoßen, und daneben die richtige Antwort geben.
Wie viele Fragen sind sinnvoll?
Acht bis zwölf decken die meisten Fälle ab. Mehr wird unübersichtlich.
Zählt das für die Platzierung?
Nicht direkt. Es beantwortet aber Fragen, die sonst zum Absprung führen.
Passend dazu
Passend dazu: Google Unternehmensprofil optimieren und Google-Beiträge.


