17.07.2026
Sichtbarkeit
Google-Kategorien richtig wählen
Die Hauptkategorie wirkt stärker als jeder Text im Profil und steht trotzdem bei den meisten Betrieben falsch. So finden Sie die richtige.

Wenn Sie an Ihrem Google-Profil nur eine einzige Sache ändern könnten, wäre es die Hauptkategorie. Sie entscheidet, bei welchen Suchen Sie überhaupt in Frage kommen. Alles andere, Fotos, Beiträge, Beschreibungstexte, wirkt erst danach.
Trotzdem steht dort bei den meisten Betrieben ein Eintrag, der irgendwann bei der Einrichtung gewählt wurde und seither nie wieder angefasst wurde. Das ist verschenkte Sichtbarkeit, und die Korrektur dauert 5 Minuten.
Stand: Juli 2026
Das Wichtigste in Kürze
Es gibt eine Hauptkategorie und bis zu neun Nebenkategorien. Die Hauptkategorie wiegt weit am schwersten.
Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Hauptgeschäft beschreibt, nicht die, die am umfassendsten klingt.
Zu viele Nebenkategorien verwässern das Profil.
Die Kategorienliste ändert sich, ein Blick pro Jahr lohnt sich.
Wie Sie die richtige Kategorie finden
Der schnellste Weg führt über die Konkurrenz. Suchen Sie nach der Leistung, mit der Sie Geld verdienen, zusammen mit Ihrem Ort. Sehen Sie sich die drei Betriebe im Kartenkasten an und schauen Sie, welche Kategorie unter ihrem Namen steht. Das ist die Kategorie, die Google für diese Suche als passend ansieht.
Machen Sie das für Ihre drei wichtigsten Leistungen. Wenn dabei dreimal dieselbe Kategorie herauskommt, ist die Entscheidung leicht. Wenn drei verschiedene herauskommen, nehmen Sie die für das Geschäft, von dem Sie am meisten leben, und die anderen als Nebenkategorien.

Praxistipp: Schauen Sie nach, welche Hauptkategorie die drei Betriebe im Kartenkasten führen, die vor Ihnen stehen. Das ist die ehrlichste Auskunft darüber, was Google für diese Suche als passend ansieht.
Der häufigste Fehler
Betriebe wählen die Kategorie, die ihr Selbstverständnis beschreibt, statt der, die ihre Kunden suchen. Ein Beispiel:
Ein Betrieb saniert zu achtzig Prozent Bäder, ist aber als Klempner eingetragen, weil das der Ausbildungsberuf ist. Gesucht wird nach Badsanierung.
Eine Praxis setzt überwiegend Implantate, steht aber als Zahnarzt im Profil. Damit konkurriert sie mit jeder Praxis der Stadt statt mit den dreien, die dasselbe anbieten.
Ein Restaurant führt sich als Restaurant, obwohl es vor allem griechische Küche anbietet, wonach konkret gesucht wird.
Praxistipp: Ändern Sie die Hauptkategorie nur einmal und lassen Sie sie dann 4 Wochen stehen. Wer wöchentlich wechselt, misst nur noch das Rauschen.
Wie viele Nebenkategorien sinnvoll sind
Möglich sind neun, sinnvoll sind meist drei bis fünf. Jede Nebenkategorie sollte einer Leistung entsprechen, die Sie wirklich anbieten und mit der Sie Umsatz machen. Kategorien, die nur entfernt passen, helfen nicht, sondern machen das Profil unscharf. Google verteilt die Relevanz dann auf mehr Bereiche, und Sie werden überall ein bisschen angezeigt statt irgendwo weit oben.
Betrieb | Hauptkategorie | Sinnvolle Nebenkategorien |
Betrieb für Badsanierung | Badsanierung | Klempner, Fliesenleger |
Praxis mit Schwerpunkt Implantate | Zahnimplantologe | Zahnarzt |
Elektro mit Wallbox-Geschäft | Ladestation für Elektrofahrzeuge | Elektriker, Solaranlagenanbieter |
Friseur mit Farbschwerpunkt | Friseursalon | keine, Leistungen einzeln pflegen |
Was sich mit der Kategorie noch ändert
Die Kategorie schaltet zusätzliche Funktionen frei. Ein Restaurant bekommt Felder für Speisekarte und Reservierung, ein Hotel für Ausstattung, ein Dienstleister für Termine. Wer die falsche Kategorie führt, verzichtet also nicht nur auf Sichtbarkeit, sondern auch auf Felder, die im Profil sichtbar wären.
Was das in der Praxis heißt
Nehmen Sie sich einmal im Jahr 20 Minuten: Suchen Sie nach Ihren drei wichtigsten Leistungen, sehen Sie sich die Kategorien der ersten drei Treffer an und gleichen Sie ab. Wenn sich Ihr Geschäft verschoben hat, verschiebt sich auch die richtige Kategorie. Ein Betrieb, der vor 5 Jahren Heizungen gewartet hat und heute Wärmepumpen einbaut, sollte das im Profil abbilden.

Häufige Fragen
Wirkt sich ein Kategoriewechsel sofort aus?
Die Änderung ist meist nach wenigen Tagen wirksam, die Auswirkung auf die Platzierung zeigt sich über Wochen.
Kann ich eine eigene Kategorie anlegen?
Nein, die Liste ist fest vorgegeben. Was fehlt, tragen Sie stattdessen unter Leistungen ein. Dort sind eigene Bezeichnungen erlaubt, und genau die tippen Menschen ein. Nicht „Elektriker“, sondern „Wallbox installieren“, nicht „Friseur“, sondern „Balayage“.
Schadet ein häufiger Wechsel?
Ständiges Hin und Her verunsichert die Zuordnung. Einmal richtig setzen und dann jährlich prüfen ist besser als monatliches Ausprobieren.
Kann ich mehrere Hauptkategorien haben?
Nein. Es gibt genau eine Hauptkategorie, alles Weitere sind Nebenkategorien mit deutlich schwächerer Wirkung. Deshalb sollte die Hauptkategorie die Leistung beschreiben, mit der Sie tatsächlich Geld verdienen, nicht die breiteste verfügbare. Bis zu neun Nebenkategorien sind möglich.
Warum finde ich meine Kategorie nicht?
Google gibt die Liste vor und sie ist in manchen Branchen grob. Nehmen Sie den nächstliegenden Eintrag und schärfen Sie über die Leistungen nach.
Ändert die Kategorie die verfügbaren Felder?
Ja. Restaurants bekommen Speisekarten, Praxen Terminlinks, Hotels Ausstattungsmerkmale. Ein Wechsel kann Felder verschwinden lassen. Notieren Sie deshalb vor einer Änderung, welche Angaben gepflegt sind, sonst fällt der Verlust erst Wochen später auf.
Wie schnell wirkt eine Änderung?
In der Regel 1 bis 2 Wochen. Vorher lässt sich nicht beurteilen, ob es etwas gebracht hat.
Was ist mit saisonalen Geschäften?
Die Kategorie bleibt, die Leistungen und Beiträge wechseln. Ein Gartenbaubetrieb wird nicht im Winter zur Räumfirma umkategorisiert, sondern trägt Winterdienst als Leistung ein.
Nützliche Quellen
Passend dazu
Was sonst über die Platzierung entscheidet, steht in Warum Sie bei Google Maps nicht auftauchen. Die Pflege übernehmen wir in Sichtbar.
Wenn Sie das abgeben möchten: Google-Profil-Pflege.


