04.08.2026

Sichtbarkeit

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Die Search Console ist kostenlos, kommt direkt von Google und zeigt Daten, die kein anderes Werkzeug hat: mit welchen Suchanfragen Ihre Seite erscheint, auf welcher Position und wie oft geklickt wird.

Trotzdem ist sie bei den meisten kleinen Betrieben nicht eingerichtet. Das ist die einzige Voraussetzung dafür, überhaupt zu wissen, ob sich etwas bewegt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Einrichtung dauert etwa zwanzig Minuten und kostet nichts.

  • Daten sammeln sich ab dem Zeitpunkt der Einrichtung, rückwirkend gibt es nichts.

  • Der wichtigste Bericht ist die Leistung mit Suchanfragen und Positionen.

  • Die Indexabdeckung zeigt, welche Seiten Google gar nicht aufgenommen hat.

  • Auch ohne SEO-Kenntnisse liefert sie zwei bis drei klare Handlungsanweisungen.

Einrichten

Sie brauchen ein Google-Konto und Zugriff auf Ihre Domain oder Website. Der Ablauf:

  1. In der Search Console eine neue Property anlegen, am besten als Domain-Property.

  2. Den Nachweis erbringen, meist über einen Eintrag im DNS Ihrer Domain oder über eine Datei auf dem Server.

  3. Die Sitemap-Adresse eintragen, üblicherweise domain.de/sitemap.xml.

  4. Ein bis zwei Tage warten, bis die ersten Daten erscheinen.

Bei Baukastensystemen gibt es oft eine Schaltfläche, die den Nachweis automatisch erledigt. Dann dauert es fünf Minuten.

Praxistipp: Richten Sie die Domain-Property ein, nicht nur die URL-Property. Sonst erfassen Sie nur eine Schreibweise Ihrer Adresse und übersehen einen Teil der Daten.

Der Leistungsbericht

Das ist der Bericht, für den sich der Aufwand lohnt. Er zeigt vier Werte:

Interessant wird es in der Kombination. Viele Impressionen bei niedriger Klickrate heißen: Sie werden gefunden, aber das Suchergebnis überzeugt nicht. Das ist ein Textproblem, kein Rankingproblem.

Wert

Was er bedeutet

Impressionen

Wie oft Ihre Seite in Ergebnissen erschien

Klicks

Wie oft darauf geklickt wurde

Klickrate

Anteil der Klicks an den Impressionen

Position

Durchschnittliche Platzierung

Die drei Auswertungen, die sich lohnen

Ohne tiefer einzusteigen, liefern diese drei Blicke fast immer konkrete Arbeit:

  1. Suchanfragen sortiert nach Impressionen: Wofür werden Sie gefunden? Gibt es Begriffe, für die Sie keine passende Seite haben?

  2. Seiten sortiert nach Klicks: Welche Ihrer Seiten funktioniert? Was hat sie, das die anderen nicht haben?

  3. Positionen zwischen 8 und 20: Diese Seiten sind knapp an der ersten Ergebnisseite. Hier lohnt sich Nacharbeit am meisten.

Die Indexabdeckung

Der zweite wichtige Bereich zeigt, welche Seiten Google aufgenommen hat und welche nicht. Typische Meldungen und was sie bedeuten:

  • Gefunden, zurzeit nicht indexiert: Google kennt die Seite, hält sie aber für zu unwichtig. Meist fehlen interne Links oder Inhalt.

  • Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert: Ähnlich, oft bei dünnen oder sehr ähnlichen Seiten.

  • Durch robots.txt blockiert: Meist ein Überbleibsel aus der Bauphase.

  • Alternative Seite mit Canonical: In der Regel unproblematisch.

Praxistipp: Wenn viele Seiten als „gefunden, zurzeit nicht indexiert" auftauchen, ist das fast immer ein Verlinkungsproblem. Verlinken Sie diese Seiten von anderen Seiten aus.

Was Sie nicht überbewerten sollten

Die Durchschnittsposition schwankt stark und sagt allein wenig aus. Auch die absolute Zahl der Impressionen ist ohne Vergleichszeitraum kaum interpretierbar.

Aussagekräftig sind Entwicklungen über drei Monate und der Vergleich einzelner Seiten untereinander. Tägliches Nachsehen bringt nichts außer Nervosität.

Wichtige Erkenntnisse

Punkt

Was zu tun ist

Einrichten

Domain-Property, Sitemap eintragen, zwei Tage warten

Leistung

Impressionen, Klicks, Klickrate, Position zusammen lesen

Nacharbeit

Positionen 8 bis 20 zuerst bearbeiten

Index

Nicht indexierte Seiten meist besser verlinken

Rhythmus

Einmal im Monat reicht, Entwicklungen über Quartale lesen

Was das in der Praxis heißt

Richten Sie die Search Console heute ein, auch wenn Sie erst später hineinschauen. Die Daten sammeln sich ab dem Zeitpunkt der Einrichtung, rückwirkend gibt es nichts.

Ein Blick im Monat genügt: die zehn wichtigsten Suchanfragen ansehen, prüfen ob es für jede eine passende Seite gibt, und die Seiten auf Position 8 bis 20 nacharbeiten.

Wie wir das machen

Bei unseren Projekten gehört die Search Console zur Einrichtung, und die monatliche Auswertung ist Teil der Betreuung. Der Monatsbericht zeigt Anfragen, nicht Klicks.

Was dazugehört, steht auf der Paketseite.

Nützliche Quellen

Häufige Fragen

Brauche ich zusätzlich Analytics?

Nicht zwingend. Die Search Console zeigt, wie Leute zu Ihnen kommen. Analytics zeigt, was sie danach tun, und ist einwilligungspflichtig.

Warum sind meine Zahlen so klein?

Bei lokalen Betrieben sind zwei- bis dreistellige Impressionswerte normal. Entscheidend sind Anfragen, nicht Besucherzahlen.

Wie lange dauert es bis zu Ergebnissen?

Erste Daten nach ein bis zwei Tagen, belastbare Entwicklungen nach etwa drei Monaten.

Kann ich mehrere Personen einladen?

Ja, über die Einstellungen lassen sich weitere Nutzer mit unterschiedlichen Rechten hinzufügen.

Passend dazu

Wie Sie daraus Suchbegriffe ableiten, steht in Lokale Suchbegriffe finden. Zur Nacharbeit passt Title und Description.

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