
Salons leben von Wiederkehr und Empfehlung. Trotzdem entscheidet sich der erste Besuch fast immer online, und dort scheitert es an zwei Punkten: Es gibt keine Preise, und man kann keinen Termin machen.
Beides lässt sich in wenigen Tagen ändern und wirkt sofort.
Das Wichtigste in Kürze
Preise gehören auf die Seite, mindestens als Spanne.
Online-Terminbuchung ist der stärkste einzelne Hebel.
Eigene Arbeiten zeigen schlägt jedes Katalogfoto.
Für Salons ist das Google-Profil oft wichtiger als die Website.
Bewertungen entscheiden bei zwei Salons in derselben Straße.
Warum fehlende Preise Kunden kosten
Die häufigste Frage vor dem ersten Besuch lautet: Was kostet das. Wer darauf keine Antwort gibt, wird mit dem Salon verglichen, der eine gibt, und verliert.
Die Sorge, sich mit Preisen angreifbar zu machen, ist verständlich und in der Praxis meist unbegründet. Eine Spanne mit Erklärung reicht:
Ergänzen Sie, wovon der Preis abhängt. Wer versteht, warum es teurer wird, empfindet den Preis als nachvollziehbar.
Leistung | Beispielangabe |
Waschen, Schneiden, Föhnen | ab 45 Euro, je nach Haarlänge |
Ansatzfarbe | ab 60 Euro |
Balayage | ab 140 Euro, Dauer etwa 3 Stunden |
Herrenschnitt | 32 Euro |
Online-Termine
Der stärkste einzelne Hebel für Salons. Ein erheblicher Teil der Buchungen entsteht außerhalb der Öffnungszeiten, also genau dann, wenn niemand ans Telefon geht.
Wichtig ist, dass die Buchung auf dem Handy in wenigen Schritten funktioniert und dass die angezeigten freien Zeiten stimmen. Ein System, das doppelt bucht, ist schlimmer als keins.
Praxistipp: Verlinken Sie die Buchung auch im Google-Profil. Dort gibt es ein eigenes Feld dafür, und viele Kunden kommen gar nicht erst auf die Website.
Eigene Arbeiten zeigen
Katalogfotos von Modellen sagen nichts über Ihre Arbeit. Was wirkt, sind Ergebnisse aus dem eigenen Salon:
Vorher und nachher, mit Einwilligung der Kundin
Verschiedene Haartypen und Längen, nicht nur ein Idealtyp
Der Salon selbst, damit man die Atmosphäre einschätzen kann
Das Team, weil viele nach einer bestimmten Person fragen
Eine Einwilligung sollte schriftlich vorliegen, auch wenn nur der Hinterkopf zu sehen ist.
Das Google-Profil
Für Salons entscheidet sich sehr viel direkt in der Suche: Bewertungen, Fotos, Öffnungszeiten, Buchungslink. Die Website wird oft gar nicht geöffnet.
Vollständig gepflegt heißt hier: richtige Kategorie, alle Leistungen einzeln eingetragen mit Preisen, aktuelle Bilder, beantwortete Bewertungen und der Buchungslink im dafür vorgesehenen Feld.
Bewertungen als Entscheidungsgrundlage
Bei zwei Salons in derselben Straße entscheidet fast immer die Zahl aktueller Bewertungen. Das ist unbequem, weil es wenig mit handwerklicher Qualität zu tun hat, und es ist trotzdem so.
Fragen Sie systematisch nach dem Termin, mit einem kurzen Link oder einem QR-Code am Empfang. Ohne Gegenleistung, das wäre ein Richtlinienverstoß.
Praxistipp: Der beste Moment ist an der Kasse, wenn das Ergebnis gerade gefällt. Ein Aufsteller mit QR-Code neben dem Kartenlesegerät wirkt besser als jede spätere Erinnerung.
Was sonst häufig gefragt wird
Vier Angaben, die auf fast jeder Salonseite fehlen: ob man ohne Termin kommen kann, ob mit Karte gezahlt werden kann, ob es Parkplätze gibt und ob bestimmte Techniken angeboten werden. Alle vier gehören sichtbar auf die Seite und ins Profil.
Wichtige Erkenntnisse
Punkt | Was zu tun ist |
Preise | Spanne nennen und erklären, wovon sie abhängt |
Termine | Online-Buchung, auch im Google-Profil verlinkt |
Bilder | Eigene Arbeiten mit Einwilligung statt Katalogfotos |
Profil | Leistungen einzeln eintragen, Bilder aktuell halten |
Bewertungen | Systematisch nach dem Termin fragen |
Was das in der Praxis heißt
Wenn Sie nur zwei Dinge tun: Preise auf die Seite und eine Online-Buchung einrichten. Beides zusammen verändert die Zahl der Erstbesuche spürbar.
Der dritte Schritt ist das Google-Profil. Für Salons ist es häufig wichtiger als die Website selbst.
Wie wir das machen
Wir bauen Seiten mit sichtbaren Preisen und angebundener Terminbuchung und pflegen das Google-Profil laufend mit.
Was das kostet, steht offen auf der Paketseite.
Nützliche Quellen
Häufige Fragen
Muss ich Preise angeben?
Gegenüber Verbrauchern verlangt die Preisangabenverordnung Klarheit. Unabhängig davon kostet Schweigen Kunden.
Welches Buchungssystem ist das richtige?
Entscheidend ist, dass es auf dem Handy funktioniert und sich mit Ihrem Kalender verträgt. Die Marke ist zweitrangig.
Brauche ich Vorher-Nachher-Bilder?
Sie wirken stark, brauchen aber eine schriftliche Einwilligung der abgebildeten Person.
Lohnt sich Instagram zusätzlich?
Für Salons oft ja, weil Ergebnisse gut sichtbar sind. Es ersetzt aber weder Website noch Google-Profil.
Passend dazu
Passend dazu: Mehr Google-Bewertungen und Instagram für lokale Betriebe.


