
Die meisten Handwerksbetriebe haben genug Anfragen. Sie haben zu viele von der falschen Sorte: Kleinstaufträge, die sich nicht rechnen, Interessenten, die nur Preise vergleichen, und Anfragen für Leistungen, die man gar nicht anbietet.
Eine Website kann beides: mehr passende Anfragen bringen und unpassende von vornherein aussortieren. Der Unterschied liegt nicht in der Gestaltung, sondern darin, welche Fragen die Seite beantwortet.
Das Wichtigste in Kürze
Eine eigene Seite je Gewerk schlägt eine Sammelseite mit zwölf Stichpunkten.
Eigene Fotos von echten Baustellen wirken stärker als jedes gekaufte Motiv.
Wer den Einsatzbereich nennt, spart sich Anfragen aus achtzig Kilometern Entfernung.
Die Frage nach freien Kapazitäten gehört auf die Seite, nicht ins erste Telefonat.
Für Handwerk ist das Google-Profil oft der schnellere Hebel als die Website.
Eine Seite je Gewerk statt einer Leistungsliste
Die typische Handwerkerseite hat eine Seite „Leistungen" mit zwölf Stichpunkten. Für keinen davon wird sie gefunden. Wer nach „Badsanierung Monheim" sucht, landet bei dem Betrieb, der eine Seite hat, auf der Badsanierung erklärt wird.
Nehmen Sie die drei bis sechs Gewerke, mit denen Sie tatsächlich Geld verdienen, und geben Sie jedem eine eigene Seite. Auf jeder beantworten Sie dieselben Fragen: Was genau machen wir, wie läuft es ab, was kostet es ungefähr, wie lange dauert es.
Praxistipp: Schreiben Sie die Seite für den Gewerk, den Sie am liebsten machen und der sich am besten rechnet, zuerst und am ausführlichsten. Sie steuern damit, welche Anfragen kommen.
Bilder von echten Baustellen
Kein anderer Bereich profitiert so stark von eigenen Fotos wie das Handwerk. Gekaufte Motive erkennt jeder, und sie sagen nichts über Ihre Arbeit aus.
Was funktioniert, ist unspektakulär:
Vorher und nachher vom selben Standpunkt aufgenommen
Details, an denen man Sorgfalt erkennt
Das Team bei der Arbeit, ohne gestellte Posen
Die aufgeräumte Baustelle am Ende des Tages
Fahrzeuge und Werkzeug, wenn sie ordentlich aussehen
Ein Telefon von heute reicht dafür völlig aus. Wichtig ist Regelmäßigkeit: zwei Bilder pro Auftrag, gesammelt in einem Ordner, ergeben nach einem Jahr eine Bildersammlung, um die andere Betriebe Sie beneiden.
Den Einsatzbereich klar benennen
Ein Satz auf jeder Leistungsseite spart Zeit: wo Sie arbeiten und wo nicht. Das klingt nach verpasster Gelegenheit, ist aber das Gegenteil. Anfragen aus achtzig Kilometern Entfernung kosten ein Telefonat, eine Absage und manchmal eine schlechte Bewertung.
Nennen Sie die Orte, in denen Sie tatsächlich arbeiten, und die ungefähre Fahrzeit. Für Betriebe mit größerem Einzugsgebiet lohnt sich je Ort eine eigene Seite.
Preise: eine Spanne ist besser als Schweigen
Die häufigste Frage vor jeder Anfrage lautet: Was kostet das ungefähr. Wer darauf keine Antwort gibt, verliert die Hälfte der Interessenten an den Betrieb, der eine gibt.
Eine Spanne genügt, zusammen mit dem, wovon es abhängt:
Statt | Besser |
Preise auf Anfrage | Ab etwa 4.500 Euro für ein Gästebad, je nach Fliesenfläche und Sanitärobjekten |
Individuelle Kalkulation | Wir rechnen nach Aufmaß, die meisten Bäder liegen zwischen 8.000 und 20.000 Euro |
Kostenlose Beratung | Erstbesuch kostenlos, Aufmaß und Planung 250 Euro, bei Auftrag angerechnet |
Praxistipp: Schreiben Sie dazu, was den Preis nach oben und unten treibt. Wer versteht, warum es teurer wird, empfindet den Preis als nachvollziehbar statt als überhöht.
Kapazität und Erreichbarkeit
Zwei Angaben, die kaum eine Handwerkerseite macht und die jeder Interessent wissen will: Nehmen Sie derzeit Aufträge an, und ab wann könnten Sie.
Ein Satz reicht: „Für Badsanierungen vergeben wir aktuell Termine ab Frühjahr, kleinere Reparaturen übernehmen wir kurzfristig." Das verhindert Anfragen von Leuten, die morgen jemanden brauchen, und es signalisiert, dass der Betrieb gut läuft.
Warum das Google-Profil oft wichtiger ist
Bei Reparaturen und dringenden Aufträgen entscheidet sich vieles direkt in der Suche: Öffnungszeiten, Telefonnummer, Bewertungen, Entfernung. Die Website wird gar nicht geöffnet.
Deshalb lohnt es sich, das Profil zuerst in Ordnung zu bringen: richtige Hauptkategorie, alle Leistungen einzeln eingetragen, aktuelle Fotos, beantwortete Bewertungen. Das wirkt schneller als jeder Website-Umbau und kostet weniger.
Wichtige Erkenntnisse
Punkt | Was zu tun ist |
Struktur | Eine Seite je Gewerk statt einer Leistungsliste |
Bilder | Eigene Baustellenfotos, zwei pro Auftrag sammeln |
Gebiet | Einsatzbereich und Fahrzeit klar benennen |
Preise | Spanne nennen und erklären, wovon sie abhängt |
Zuerst | Google-Profil in Ordnung bringen, dann die Website |
Was das in der Praxis heißt
Der größte Hebel für einen Handwerksbetrieb ist selten mehr Sichtbarkeit, sondern bessere Vorauswahl. Eine Seite, die klar sagt, was gemacht wird, wo, ab wann und ungefähr zu welchem Preis, bekommt weniger Anfragen und mehr Aufträge.
Das ist unbequem, weil es bedeutet, Interessenten wegzuschicken. Es ist aber der Unterschied zwischen einem vollen Telefon und einem vollen Auftragsbuch.
Wie wir das machen
Wir bauen für Handwerksbetriebe eine Seite je Gewerk und je Ort, mit eigenen Bildern von Ihren Baustellen. Wie das aufgebaut ist, erklärt Was ein Websitenetz ist.
Für Betriebe in Monheim gibt es eine eigene Seite: Webdesign für Handwerker in Monheim. Das Erstgespräch dauert fünfzehn Minuten.
Nützliche Quellen
Häufige Fragen
Lohnt sich eine Website, wenn ich ausgelastet bin?
Ja, aber mit anderem Ziel: Sie sortiert dann vor und verschiebt die Anfragen in Richtung der Aufträge, die sich rechnen.
Wie viele Seiten brauche ich?
So viele, wie Sie Gewerke ernsthaft anbieten, plus die Orte, in denen Sie arbeiten. Lieber fünf gute als zwanzig oberflächliche.
Muss ich Preise nennen?
Müssen nicht, sollten schon. Eine Spanne mit Erklärung reicht und wirkt seriöser als Schweigen.
Brauche ich einen Fotografen?
Für den Anfang nicht. Ein aktuelles Telefon und gutes Tageslicht genügen für Baustellenfotos.
Passend dazu
Für Betriebe in Monheim: Webdesign für Handwerker. Wie Sie im Kartenkasten auftauchen, steht in Google Maps Ranking.


