
Physiotherapiepraxen haben ein Auslastungsproblem der besonderen Art: Sie sind voll, und trotzdem rufen ständig Leute an, die keinen Termin bekommen. Jeder dieser Anrufe kostet Zeit an der Anmeldung und endet mit einer Enttäuschung.
Eine Website kann diese Anrufe abfangen, indem sie zwei Fragen beantwortet, die auf fast keiner Praxisseite stehen.
Das Wichtigste in Kürze
Ob neue Patienten aufgenommen werden, gehört sichtbar auf die Startseite.
Die Wartezeit auf einen Termin zu nennen, spart Anrufe und Enttäuschung.
Die Frage nach Kasse oder Selbstzahler muss ohne Suchen beantwortet sein.
Wer Hausbesuche anbietet, sollte das Gebiet nennen.
Für Terminfragen ist das Google-Profil der erste Anlaufpunkt.
Die zwei Fragen, die alles entscheiden
Vor jedem Anruf stehen zwei Fragen: Nehmen die überhaupt jemanden, und wie lange dauert es. Wer beides auf der Seite beantwortet, spart der Anmeldung einen erheblichen Teil der Telefonate.
Formulieren Sie es konkret: „Für Rezepte mit Krankengymnastik vergeben wir aktuell Termine innerhalb von zwei Wochen. Manuelle Therapie ist derzeit bis Ende des Quartals ausgebucht." Das ist unbequem ehrlich und wird genau deshalb geschätzt.
Praxistipp: Setzen Sie einen festen Termin im Kalender, an dem Sie diese Angabe prüfen, etwa jeden ersten Montag im Monat. Eine veraltete Angabe ist schlimmer als keine.
Kasse, Zusatz oder Selbstzahler
Die Abrechnungsfrage sorgt für die meisten Missverständnisse. Auf der Seite sollte ohne Suchen erkennbar sein:
Angabe | Warum sie wichtig ist |
Welche Kassen | Nicht jede Praxis hat alle Zulassungen |
Rezeptarten | Krankengymnastik, manuelle Therapie, Lymphdrainage |
Zuzahlung | Höhe und wann sie entfällt |
Selbstzahlerpreise | Für Leistungen ohne Rezept, mit Dauer |
Ausfallregelung | Was passiert bei Absage am selben Tag |
Eine Seite je Behandlungsform
Gesucht wird nach der Behandlung, nicht nach der Praxis: Lymphdrainage, manuelle Therapie, Beckenbodentraining, Sportphysiotherapie. Jede dieser Suchen ist eine eigene Seite wert.
Auf jeder beantworten Sie: Wofür ist das, wie läuft eine Sitzung ab, wie viele Termine sind üblich, braucht man ein Rezept, was kostet es als Selbstzahler.
Hausbesuche und Einzugsgebiet
Wer Hausbesuche anbietet, sollte das Gebiet klar benennen, am besten mit Orten und ungefährer Fahrzeit. Sonst kommen Anfragen aus dem ganzen Kreis, und jede Absage kostet.
Für Praxen mit größerem Einzugsgebiet lohnt sich je Ort eine eigene Seite, weil lokal gesucht wird.
Online-Termine
Eine Online-Terminvergabe entlastet spürbar, besonders bei Folgeterminen. Wichtig ist, dass sie die Rezeptlage abbildet und auf dem Handy funktioniert.
Wo das nicht geht, hilft eine klare Aussage zur telefonischen Erreichbarkeit: wann am besten angerufen wird und wann sicher jemand am Telefon ist.
Praxistipp: Bieten Sie eine Warteliste an, wenn Sie ausgebucht sind. Das hält Interessenten im Kontakt, statt sie zur nächsten Praxis zu schicken.
Personal gewinnen
Wie in vielen Gesundheitsberufen ist die Personalfrage drängender als die Patientenfrage. Ein ehrlicher Bereich für Bewerber gehört deshalb auf die Seite: Teamgröße, Behandlungszeiten, ob im Zwanzig-Minuten-Takt gearbeitet wird, Fortbildungen, Gehaltsrahmen.
Das ist derselbe Aufwand wie eine Leistungsseite und oft der wirtschaftlich wichtigere Teil.
Wichtige Erkenntnisse
Punkt | Was zu tun ist |
Kapazität | Aufnahmestatus und Wartezeit sichtbar und aktuell |
Abrechnung | Kassen, Rezeptarten, Zuzahlung und Ausfallregel nennen |
Struktur | Eine Seite je Behandlungsform |
Gebiet | Bei Hausbesuchen Orte und Fahrzeit angeben |
Personal | Eigener Bewerberbereich mit ehrlichen Angaben |
Was das in der Praxis heißt
Für eine ausgelastete Praxis ist die Website kein Werbeinstrument, sondern ein Filter. Sie beantwortet die Fragen, die sonst am Telefon landen, und lenkt die Anfragen dorthin, wo noch Kapazität ist.
Wer zusätzlich Personal sucht, hat mit demselben Aufwand zwei Zielgruppen bedient.
Wie wir das machen
Für Praxen im Rheinland gibt es eine eigene Seite: Webdesign für Arztpraxen. Die Pflege des Google-Profils übernehmen wir in Sichtbar.
Das Erstgespräch dauert fünfzehn Minuten und ist kein Verkaufsgespräch.
Nützliche Quellen
Häufige Fragen
Sollen wir schreiben, dass wir ausgebucht sind?
Ja. Es spart Anrufe und wirkt nicht abweisend, wenn Sie gleichzeitig sagen, wann wieder Termine frei werden.
Dürfen wir Selbstzahlerpreise nennen?
Ja, und Sie sollten es. Die Preisangabenverordnung verlangt bei Endkunden ohnehin Klarheit.
Brauchen wir Vorher-Nachher-Bilder?
Im Heilwesen sind sie heikel und bei vielen Anwendungen unzulässig. Ablaufbeschreibungen wirken ohnehin stärker.
Wie wichtig sind Bewertungen?
Sehr. Bei zwei Praxen in derselben Straße entscheidet meist die Zahl aktueller Bewertungen.
Passend dazu
Mehr dazu auf Webdesign für Arztpraxen und in Mehr Google-Bewertungen.


