
Fast jeder Betrieb hat schon einmal einen Redaktionsplan angelegt. Die meisten dieser Pläne enden im dritten Monat, wenn der erste stressige Zeitraum kommt und die Beiträge als Erstes gestrichen werden.
Das liegt nicht an mangelnder Disziplin, sondern fast immer daran, dass der Plan zu ehrgeizig war und nicht an bestehende Abläufe angeknüpft hat.
Das Wichtigste in Kürze
Weniger ist mehr: ein Beitrag im Monat, der durchgehalten wird, schlägt vier, die aufhören.
Themen kommen aus den Fragen der Kunden, nicht aus Ideenlisten.
Ein Plan braucht einen festen Termin und eine zuständige Person.
Ein Beitrag lässt sich mehrfach verwenden: Website, Google-Profil, Social Media, Newsletter.
Bestehendes zu aktualisieren wirkt oft mehr als Neues zu schreiben.
Warum Pläne scheitern
Drei Ursachen sehen wir immer wieder:
Zu hohe Frequenz. Wer sich wöchentlich vornimmt, schafft drei Wochen.
Keine Zuständigkeit. Was allen gehört, macht niemand.
Keine Themenquelle. Nach den ersten fünf naheliegenden Themen kommt die Lücke.
Alle drei lassen sich vorher lösen, und zwar bevor der erste Beitrag geschrieben wird.
Die Themenquelle
Themen müssen nicht erfunden werden, sie fallen im Betrieb an. Vier Quellen liefern mehr, als ein Jahr braucht:
Fragen, die am Telefon gestellt werden
Fragen aus dem Google-Profil und aus Bewertungen
Suchanfragen aus der Search Console ohne passende Seite
Situationen aus abgeschlossenen Aufträgen
Praxistipp: Legen Sie eine einfache Liste an, in die jeder im Betrieb Fragen einträgt, die ihm gestellt wurden. Nach vier Wochen haben Sie Themen für ein Jahr.
Der realistische Takt
Für einen Betrieb ohne eigene Marketingstelle ist ein Beitrag im Monat realistisch. Das ergibt zwölf im Jahr, und das ist mehr, als die meisten Wettbewerber schaffen.
Wichtiger als die Zahl ist die Regelmäßigkeit. Zwölf gleichmäßig verteilte Beiträge wirken deutlich stärker als zwanzig in einem Quartal und danach nichts mehr.
Situation | Realistischer Takt |
Betrieb ohne Marketingstelle | Ein Beitrag im Monat |
Mit Unterstützung durch Dienstleister | Zwei bis vier im Monat |
Mit eigener Stelle | Wöchentlich |
Der feste Termin
Ein Plan ohne Termin ist eine Absichtserklärung. Legen Sie einen wiederkehrenden Termin fest, etwa den ersten Dienstagvormittag im Monat, und verbinden Sie ihn mit den anderen wiederkehrenden Aufgaben: Bewertungen ansehen, Google-Profil pflegen, Beitrag schreiben.
Eine Stunde im Monat reicht, wenn das Thema schon feststeht.
Mehrfachverwendung
Ein Beitrag ist nicht ein Text, sondern Material. Aus einem Artikel entstehen ohne zusätzliche Recherche:
Ein Beitrag im Google-Unternehmensprofil
Zwei bis drei Beiträge für soziale Netzwerke
Ein Abschnitt für den Newsletter
Eine Frage samt Antwort für die FAQ
Ein Argument für das Verkaufsgespräch
Wer das mitdenkt, verdreifacht die Wirkung derselben Arbeit.
Bestehendes aktualisieren
Der unterschätzteste Teil eines Redaktionsplans ist die Pflege. Ein Beitrag von vor zwei Jahren, der aktualisiert und erweitert wird, bringt oft mehr als ein neuer.
Nehmen Sie sich jeden dritten Monat statt eines neuen Beitrags einen alten vor: Zahlen prüfen, Abschnitte ergänzen, interne Links nachziehen.
Wichtige Erkenntnisse
Punkt | Was zu tun ist |
Takt | Ein Beitrag im Monat, dafür verlässlich |
Themen | Aus Kundenfragen, nicht aus Ideenlisten |
Zuständigkeit | Eine Person, ein fester Termin |
Mehrfach | Aus einem Beitrag werden fünf Verwendungen |
Pflege | Jeden dritten Monat einen alten Beitrag aktualisieren |
Was das in der Praxis heißt
Der einfachste Plan, der funktioniert, besteht aus drei Zeilen: Wer schreibt, wann, und woher kommt das Thema. Alles darüber hinaus ist Komfort.
Wenn Sie merken, dass es nicht läuft, senken Sie die Frequenz, statt aufzugeben. Sechs Beiträge im Jahr sind unendlich viel besser als null.
Wie wir das machen
Bei unseren Kunden ist ein Beitrag im Monat in der Betreuung enthalten, geschrieben aus den Fragen, die im Betrieb tatsächlich gestellt werden.
Was dazugehört, steht im Paket Rheinseiten, für Social Media in RheinGPT.
Nützliche Quellen
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Beitrag sein?
So lang, wie das Thema braucht. Bei Ratgeberthemen sind 800 bis 1.500 Wörter üblich.
Muss ich einen Blog haben?
Nicht zwingend. Für viele Betriebe wirken gute Leistungsseiten mehr als ein Blog.
Was, wenn mir die Themen ausgehen?
Dann fehlt die Themenquelle. Fragen Sie im Betrieb nach, welche Fragen gestellt werden.
Kann ich KI dafür nutzen?
Als Werkzeug ja. Die Substanz muss aus dem Betrieb kommen, sonst entsteht Text ohne Wert.
Passend dazu
Passend dazu: SEO-Texte schreiben und Lokale Suchbegriffe finden.


