12.10.2026

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Der Fußbereich als Wegweiser: was in den Footer gehört

Was in den Fußbereich einer Website gehört, was rechtlich hineinmuss und wie er Besucher weiterleitet. Mit Aufbau und Prüfliste für kleine Betriebe.

Illustration zum Beitrag: Der Fußbereich als Wegweiser: was in den Footer gehört

Der untere Rand Ihrer Website wird öfter angesehen, als Sie denken. Wer auf dem Handy bis ganz nach unten wischt, sucht meist etwas Bestimmtes: die Telefonnummer, die Öffnungszeiten, das Impressum. Findet er dort nur ein Copyright-Zeichen und zwei kleine Links, ist er wieder weg.

Bei vielen Betrieben ist der Fußbereich ein Überbleibsel aus der Vorlage. Er wurde beim Bau einmal befüllt und seitdem nicht mehr angefasst. Dabei erscheint er auf jeder einzelnen Unterseite, und genau das macht ihn wertvoll: Was dort steht, ist überall erreichbar.

Hier steht, was in den Footer gehört, was rechtlich hineinmuss, was ihn überfrachtet und wie Sie ihn in einer Stunde selbst in Ordnung bringen.

Stand: Oktober 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Footer erscheint auf jeder Unterseite und ist deshalb der verlässlichste Ort für Kontakt, Adresse und Öffnungszeiten.

  • Impressum und Datenschutzerklärung müssen von jeder Seite aus leicht erreichbar sein, der Footer ist dafür der übliche Platz.

  • Links im Fußbereich stützen die interne Verlinkung, wenn sie auf die wichtigsten Leistungen zeigen und nicht auf alles.

  • Name, Adresse und Telefonnummer sollten im Footer exakt so stehen wie im Google-Unternehmensprofil.

  • Ein überladener Footer mit langen Ortslisten oder Dutzenden Links hilft weder Besuchern noch Suchmaschinen.

  • Auf dem Handy entscheidet die Reihenfolge: Kontakt zuerst, Rechtliches zuletzt.

Warum der Fußbereich mehr ist als Pflichtprogramm

Die Navigation oben ist für Besucher gedacht, die sich umsehen wollen. Der Footer ist für Besucher gedacht, die gelesen haben und jetzt etwas tun wollen. Wer eine Leistungsseite bis zum Ende gelesen hat, ist interessiert. In diesem Moment braucht er einen nächsten Schritt, nicht einen leeren Rand.

Dazu kommt ein zweiter Grund: Der Footer ist auf allen Seiten gleich. Was Sie dort einmal sauber einrichten, wirkt auf der Startseite genauso wie auf dem Blogartikel, den jemand über Google gefunden hat und der nie die Startseite gesehen hat.

Praxistipp: Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy, wischen Sie auf drei verschiedenen Unterseiten ganz nach unten und fragen Sie sich jedes Mal: Kann ich von hier aus sofort anrufen?

Was rechtlich in den Footer gehört

Das Digitale-Dienste-Gesetz verlangt, dass die Anbieterkennzeichnung, also das Impressum, leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar ist. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs genügt es, wenn das Impressum mit zwei Klicks erreichbar ist und der Link eindeutig benannt ist. „Impressum" oder „Anbieterkennzeichnung" sind eindeutig, „Info" oder „Rechtliches" sind es nicht sicher.

Die Datenschutzerklärung muss ebenfalls leicht zugänglich sein. Die Datenschutz-Grundverordnung verlangt, dass Betroffene bei der Erhebung ihrer Daten informiert werden. Weil jede Unterseite Daten verarbeitet, sobald sie geladen wird, gehört der Link auf jede Seite. Der Footer erledigt beides auf einmal.

  • Link „Impressum", gut lesbar, nicht in Hellgrau auf Weiß

  • Link „Datenschutz" oder „Datenschutzerklärung"

  • bei Shops oder Vertragsabschlüssen online zusätzlich AGB und Widerrufsbelehrung

  • falls ein Cookie-Banner eingesetzt wird: ein Link, über den man die Einwilligung später ändern kann

Praxistipp: Das ersetzt keine Rechtsberatung. Wer Waren online verkauft oder Verträge über die Website schließt, sollte die Pflichtangaben von einer Anwältin oder einem Anwalt prüfen lassen.

Der Fußbereich als Wegweiser: was in den Footer gehört

Kontaktdaten: der Teil, den Besucher wirklich suchen

Die meisten Menschen scrollen nicht nach unten, um das Impressum zu lesen. Sie suchen die Telefonnummer. Deshalb gehören Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse gut sichtbar in den Footer, nicht versteckt hinter einem Link.

Die Telefonnummer sollte auf dem Handy antippbar sein, die Adresse am besten mit einem Link zu Google Maps. Wichtig ist die Schreibweise: Steht im Google-Unternehmensprofil „Hauptstraße 12" und im Footer „Hauptstr. 12", ist das kein Drama, aber es ist eine unnötige Abweichung. Je einheitlicher die Angaben überall sind, desto sicherer ordnet Google Website und Profil einander zu.

Angabe

Wie sie im Footer stehen sollte

Firmenname

genau wie im Google-Profil und im Impressum

Adresse

vollständig, mit Link zur Karte

Telefon

als antippbarer Link, mit Vorwahl

E-Mail

als Text, nicht nur als Symbol

Öffnungszeiten

kurz, und nur dann, wenn sie gepflegt werden

Welche Links den Footer zum Wegweiser machen

Neben Kontakt und Rechtlichem ist Platz für eine kurze Linkliste. Sie soll Besuchern helfen, die nach dem Lesen nicht wissen, wohin. Gut sind die drei bis fünf wichtigsten Leistungsseiten, die Kontaktseite und, falls vorhanden, die Seite mit Preisen oder Referenzen.

Diese Links helfen auch Google. Jede Seite, auf die von überall verlinkt wird, gilt als wichtig innerhalb Ihrer Website. Das ist ein Grund mehr, nicht alles zu verlinken: Wenn dreißig Seiten im Footer stehen, ist keine davon mehr hervorgehoben.

  • drei bis fünf Kernleistungen, mit klaren Namen statt „Leistung 1"

  • Kontaktseite oder Terminbuchung

  • Über uns, wenn die Seite gepflegt ist

  • Impressum und Datenschutz am Ende

Was nicht in den Footer gehört

Ein beliebter Fehler aus älteren Zeiten der Suchmaschinenoptimierung ist die lange Liste von Orten oder Suchbegriffen im Fußbereich: „Elektriker Monheim, Elektriker Langenfeld, Elektriker Hilden" und so weiter. Das hat noch nie Kunden gebracht und wird von Google heute als Versuch gewertet, Begriffe künstlich unterzubringen. Wer in mehreren Orten arbeitet, nennt das Einzugsgebiet in einem Satz.

Ebenso überflüssig sind Social-Media-Symbole für Kanäle, die seit Monaten ruhen, ein Newsletter-Formular, wenn es keinen Newsletter gibt, und eingebettete Karten von Google Maps. Die Karte lädt Daten von Google, verlangt meist eine Einwilligung und bremst jede Seite, weil sie überall geladen wird. Ein einfacher Link zur Karte leistet dasselbe.

Praxistipp: Ein Social-Media-Symbol, hinter dem der letzte Beitrag zwei Jahre alt ist, wirkt schlechter als gar keines. Zeigen Sie nur Kanäle, die Sie wirklich bespielen.

Der Fußbereich als Wegweiser: was in den Footer gehört

Wie der Footer auf dem Handy funktionieren muss

Auf dem großen Bildschirm stehen Footer-Inhalte meist in drei oder vier Spalten nebeneinander. Auf dem Handy rutschen diese Spalten untereinander, und der Footer wird plötzlich sehr lang. Dann entscheidet die Reihenfolge, was gesehen wird.

Ganz nach oben gehört der Kontakt, darunter die wichtigsten Leistungen, ganz nach unten Impressum, Datenschutz und das Copyright. Links sollten groß genug zum Antippen sein und etwas Abstand zueinander haben, sonst trifft der Daumen den falschen.

  1. Telefon, E-Mail, Adresse

  2. Öffnungszeiten

  3. drei bis fünf Leistungslinks

  4. Impressum, Datenschutz, Cookie-Einstellungen

Der Footer in einer Stunde überarbeitet

Für die meisten Betriebe ist die Überarbeitung keine große Sache. Eine Stunde reicht, wenn Sie die Angaben aus Ihrem Google-Unternehmensprofil danebenlegen und Punkt für Punkt vorgehen: Erst prüfen, ob Impressum und Datenschutz auf jeder Seite verlinkt sind. Dann Name, Adresse und Telefon abgleichen. Dann die Linkliste auf das Wesentliche kürzen. Zum Schluss auf dem Handy prüfen, ob alles antippbar ist.

Achten Sie auch auf das Copyright-Jahr. „© 2019" ist kein Rechtsproblem, signalisiert aber jedem Besucher, dass sich hier seit Jahren niemand gekümmert hat. Viele Baukästen und Systeme können das Jahr automatisch setzen.

Wichtige Erkenntnisse

Punkt

Was zu tun ist

Pflichtlinks

Impressum und Datenschutz auf jeder Seite eindeutig benannt verlinken

Kontakt

Telefon antippbar, Adresse mit Kartenlink, Schreibweise wie im Google-Profil

Linkliste

auf drei bis fünf Kernleistungen und die Kontaktseite beschränken

Ballast

Ortslisten, ruhende Social-Media-Kanäle und eingebettete Karten entfernen

Handy

Reihenfolge prüfen: Kontakt oben, Rechtliches unten

Pflege

Copyright-Jahr und Öffnungszeiten aktuell halten

Was das in der Praxis heißt

Ein guter Footer bringt keine neuen Besucher auf Ihre Seite. Er sorgt dafür, dass die Besucher, die schon da sind, den nächsten Schritt finden. Wer bis unten gelesen hat und dort sofort die Telefonnummer sieht, ruft eher an als jemand, der erst die Kontaktseite suchen muss.

Was Sie nicht beeinflussen können: Wie viel Gewicht Google den Footer-Links im Einzelnen beimisst, legt Google fest und verrät es nicht. Und ob jemand bis ganz nach unten wischt, hängt vor allem davon ab, ob der Text darüber ihn gehalten hat. Der Footer ist das Ende des Weges, nicht der Grund, ihn zu gehen.

Wenn Sie den Blick von außen wollen

Oft fällt einem der eigene Footer gar nicht mehr auf, weil man ihn jeden Tag sieht. Im Erstgespräch schauen wir fünfzehn Minuten gemeinsam auf Ihre Seite, ohne Verkaufsgespräch, und sagen Ihnen, was am Fußbereich und an der Navigation fehlt oder stört.

Wer die laufende Pflege abgeben möchte, findet sie im Paket Sichtbar für 150 € im Monat netto. Dazu gehört, dass Angaben wie Telefon, Adresse und Öffnungszeiten auf Website und Google-Profil übereinstimmen.

Nützliche Quellen

Häufige Fragen

Muss das Impressum unbedingt im Footer stehen?

Nein, das Gesetz schreibt keinen bestimmten Ort vor. Es muss leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. Der Footer ist dafür üblich, weil er auf jeder Seite erscheint und Besucher dort danach suchen.

Reicht ein Link „Rechtliches" statt „Impressum"?

Das ist unsicher. Der Link sollte eindeutig benannt sein, damit Besucher wissen, was dahinter steht. „Impressum" oder „Anbieterkennzeichnung" sind die sicheren Bezeichnungen.

Wie viele Links sollten im Footer stehen?

So wenige wie möglich, so viele wie nötig. Für einen kleinen Betrieb reichen meist drei bis fünf Leistungsseiten, die Kontaktseite und die Pflichtlinks. Wer alle Unterseiten aufführt, hebt keine mehr hervor.

Bringt eine Liste von Orten im Footer bessere Platzierungen?

Nein. Solche Listen wirken auf Google wie das künstliche Unterbringen von Suchbegriffen und auf Besucher wie Platzfüller. Nennen Sie Ihr Einzugsgebiet in einem normalen Satz.

Soll ich eine Google-Karte in den Footer einbauen?

Besser nicht. Die eingebettete Karte lädt auf jeder Seite Daten von Google, bremst die Ladezeit und braucht in der Regel eine Einwilligung. Ein Link zur Karte erfüllt denselben Zweck.

Müssen die Öffnungszeiten in den Footer?

Nur, wenn Sie sie verlässlich pflegen. Falsche Öffnungszeiten ärgern Kunden mehr als fehlende. Sie müssen außerdem mit den Angaben im Google-Unternehmensprofil übereinstimmen.

Ist ein veraltetes Copyright-Jahr ein Problem?

Rechtlich nicht. Es wirkt aber vernachlässigt und lässt Besucher zweifeln, ob die übrigen Angaben noch stimmen. Die meisten Systeme können das Jahr automatisch aktualisieren.

Gehören Social-Media-Symbole in den Footer?

Ja, wenn die Kanäle aktiv sind. Ein Symbol, hinter dem seit Langem nichts passiert, schadet eher. Zeigen Sie nur, was Sie tatsächlich bespielen.

Kann ich den Footer selbst ändern?

In den meisten Baukästen und Systemen ja, er ist dort ein eigener Bereich, der für alle Seiten gilt. Eine Änderung wirkt deshalb sofort überall. Prüfen Sie danach trotzdem auf dem Handy, ob alles lesbar und antippbar ist.

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Wenn Sie Ihre Seite neu ordnen wollen, schauen wir uns das im Bereich Webdesign gemeinsam an. Passend dazu: Navigation: sieben Punkte sind genug, Impressumspflicht: was hineinmuss und was fehlt und Interne Verlinkung: der unterschätzte Hebel.

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