
Website-Relaunch, ohne die Rankings zu verlieren
Der Klassiker: Die neue Seite ist schöner, schneller, moderner, und drei Wochen später sind die Anfragen eingebrochen. Nicht wegen der Gestaltung, sondern weil beim Umzug die Adressen verloren gingen.
Was ist der häufigste Fehler beim Relaunch?
Fehlende Weiterleitungen. Jede alte Adresse, die es nicht mehr gibt, muss dauerhaft auf die passende neue zeigen, und zwar auf die Seite mit demselben Thema, nicht pauschal auf die Startseite. Eine Sammelweiterleitung wirft genau das weg, was über Jahre aufgebaut wurde, weil Google sie behandelt, als wäre der Inhalt gelöscht.
Was muss man vor dem Umbau festhalten?
Eine Liste aller bestehenden Adressen, am besten zusammen mit der Frage, welche davon überhaupt Besucher bringen. Erst dann entscheidet sich, was übernommen, zusammengelegt oder weggelassen wird. Wer diese Liste nicht hat, merkt den Verlust erst, wenn er da ist, und kann ihn dann nicht mehr zuordnen.
Darf man beim Relaunch Texte kürzen?
In der Form ja, in der Substanz nein. Beim Umbau wird gern aufgeräumt, und mit den langen Texten verschwinden die Wörter, über die Leute die Seite gefunden haben. Weniger Text sieht aufgeräumter aus und kostet Sichtbarkeit. Wenn gekürzt wird, dann an der Darstellung, nicht am Inhalt.
Worauf achtet man nach dem Start?
In den ersten Wochen schwanken die Positionen fast immer, das ist normal. Was nicht normal ist, sind Fehlerseiten in der Google Search Console, verschwundene Seiten im Index oder eine Seite, die versehentlich für Suchmaschinen gesperrt blieb. Das kommt öfter vor, als man denkt, weil die Sperre aus der Bauphase stammt und niemand sie entfernt.
Wann ist ein Relaunch überhaupt sinnvoll?
Wenn Struktur und Texte nicht mehr zu den Suchen der Kunden passen, nicht wenn die Seite nur alt aussieht. Ein Relaunch ist ein Umzug, kein Neuanfang. Wer das ernst nimmt, nimmt die Sichtbarkeit mit. Wer es übergeht, fängt bei null an, mit einer Seite, die schöner ist als die alte.
Passend dazu
Wir bauen Seiten samt Umzug im Paket Rheinseiten. Wie wir das bei uns selbst gemacht haben, steht in der Fallstudie zur eigenen Website. Warum eine Seite ohne Betreuung teurer wird, steht in Was eine Website ohne Betreuung kostet.

